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Das
MBB über Schliengen
Die Gemarkung Schliengen weist einen großen Höhenunterschied aus: Höchster Punkt in der Gemeinde ist der Hochblauen mit 1.165 m über NN Tiefster Punkt in der Gemeinde Rheinebene mit 225 m über NN.
Seit der Verwaltungsreform 1971 setzt sich die Gemeinde aus folgenden Orten zusammen: Schliengen (ca. 2400 Einwohner Anfang 2005); Mauchen (ca 580 Einwohner); Niedereggenen (ca. 580 Einwohner) und Obereggenen (ca. 700 Einwohner) die beiden letztliegen im „Naturpark Südschwarzwald“ und sind staatlich anerkannte Erholungsorte.
Der Weinbau in Schliengen ist seit 1147 urkundlich belegt. Mit einer Anbaufläche von 250 ha ist Schliengen zusammen mit seinen Ortsteilen die größte weinbautreibende Gemeinde im Landkreis Lörrach.
Schliengen wird am 28.VI.820 in einem Urkundenbuch der Stiftsbibliothek St. Gallen als „Sliingas“ erstmals genannt. Ortsadel waren die Herren von Schliengen; das Geschlecht ist 1407 mit Johann von Schliengen erloschen.
Wasser (Lieler Schloßbrunnen das Qualtiäts-Mineralwasser aus der Markgräflerland), Wein und Wald, diese drei Begriffe sind charakteristisch für das Dorf Liel. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Dorf als „Li(e)laha“ im Jahr 952.
Mauchen wird 1147 als „Muchheim“ erstmals urkundlich erwähnt. Bereits 1147 wird in Mauchen Weinbau bekundet. Er spielt auch heute noch eine vorherrschende Rolle.
Niedereggenen am Fuße des Blauen hat sich durch den Anbau von Qualitätsweinen und hervorragenden Kirschensorten einen guten Namen gemacht. Durch archäologische Grabungen auf dem Hagschutz wurde festgestellt, daß am südlichen Abhang dieses kegelförmigen Berges bereits in der jüngeren Steinzeit nacheinander zwei terrassenförmig angelegte Siedlungen bestanden. Der kulturhistorisch interessierte Besucher findet in der im 11. bzw. 15. Jahrhundert entstandenen Kirche beachtenswerte spätgotische Fresken.
Obereggenen ist 773 erstmals urkundlich erwähnt wie Niedereggenen, weil damals noch nicht zwischen Nieder- und Obereggenen unterschieden worden ist. Zu Obereggenen gehört auch Schloß Bürgeln das Kleinod des Markgräflerlandes. Johann Peter Hebel verewigte in seinem Gedicht „Der Schwarzwälder im Breisgau“ den herrlichen Blick in die Landschaft mit: „Z´Bürglen uf der Höh nei, was cha me seh! O, wie wechsle Berg und Tal, Land und Wasser überal, z´Bürglen uf der Höh!“
Sehenswert
sind in Schliengen aber auch das Wasserschloss Entenstein, das Schloß
Liel und die Kirchen in Liel, Niedereggenen und Obereggenen in der typischen
Bauweise des Markgräflerlandes
Kultureller Mittelpunkt der Gemeinde ist das Bürger- und Gästehaus
in Schliengen.
Seit 1989 besteht eine offizielle Partnerschaft mit der schweizerischen Stadt Nidau am Bielersee.