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Beiträge die mit Pfaffenweiler zu tun haben:
Zwei mittelalterlichen Siedlungen bilden die Gemeinde. Im älteren und lange Zeit bedeutenderen Öhlinsweiler steht das ehemalige Gemeindehaus, die „Stube“. Erstmals schriftlich genannt wurde es 1094 als „Oleswilare“ in einer Urkunde des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen. Schweiz. Den späteren Hauptort um die Pfarrkirche St. Kolumba schrieb man 1281 „Pfaffenwiler“. Seit dem 15. Jahrhundert wurden beide Ortsteile als Gemeinde mit gemeinsamer Gemarkung und einem Vogt bezeichnet. Als Name für das Weinbauern- und Handwerkerdorf setzte sich nach und nach Pfaffenweiler durch.
Mittelpunkt des Handels und Wandels war seit jeher der Weinbau. Die Lebensqualität wurde bestimmt durch die wechselhaften Erträge der Weinwirtschaft. Rebberge prägen bis heute das Bild der Landschaft.
Eine weitere Besonderheit der Gemeinde ist der „Pfaffenweiler Stein“, ein begehrter Kalksandstein, der wegen seiner Dichte und Formbarkeit häufig von Künstlern verwendet und fand in zahlreichen Profanbauten und Kirchen Verwendung.
Gut erhalten ist der alte Hausbestand im Dorf. Er liefert zahlreiche Hinweise zur Geschichte der Gemeinde. Hauszeichen und Berufswappen zeugen von alten Strukturen der Bevölkerung.
Die Pfarrkirche St. Kolumba.
Die Öhlinsweiler Kapelle St. Barbara und St. Rosalia mit den Freskenbilder der Hl. Katharina und eines Priester und dem kostbaren Hochaltar aus dem 17. Jahrhundert.
Die Waldkapelle St. Servatius
Die „Stube“ eine Gemeinde- und Trinkstube aus dem Jahre 1574/75. Heute wird das Haus als „Zehners Stube“, einem Restaurant der Spitzenklasse betrieben.
Ungewöhnlich ist die Partnerschaft Pfaffenweilers mit der Stadt Jasper im Süden Indianas. Die Gründe für diese Entscheidung und die sehr gute Entwickelung der Partnerschaft liegen in der beide Orte eng verbindenden gemeinsamen Geschichte. Von den um 1850 zahlreich nach Nordamerika ausgewanderten Bewohnern Pfaffenweilers ließen sich weit über 200 Personen auf Dauer in der noch kleinen Siedlung Jasper nieder. Ein Blick in die Telefonbücher beider Gemeinden fördert erstaunliche Namensgleichheiten zu Tage: hier wie dort finden sich die traditionellen Namen Eckerle, Eckert, Gutgsell, Kiefer, Scherle u.s.w. Der aus Pfaffenweiler verschwundene Familienname Stenftenagel lebt bis heute in Jasper fort.
Pfaffenweiler zählt Anfang 2005 über 2600 Einwohner. Die Gemarkung hat eine Fläche von 361 ha davon Landwirtschaftsfläche 156 ha und Waldfläche 127 ha