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Müllheim – has – In schmucker Handwerkstracht mit
Zylinder besuchte kürzlich die junge Goldschmiedin Pi ihre
Kollegin Christine Hammel in ihrer Müllheimer Werkstatt. Wer die
junge Gesellin auf der Walz in Augenschein nahm war erstmals der
Meinung sie wäre eine Handwerkerin aus dem Gewerk der Zimmerleute,
denn auch sie tragen diese Kluft die sich allerdings durch die
Farbgebung ein wenig unterscheidet. Goldschmiedin Pi, wie sie in ihrem
Gesellenkreise genannt wird, hat sich nach Abitur und erfolgreicher
Gesellenprüfung im letzten Jahr entschlossen drei Jahre auf die
Walz zu gehen. Hier gilt es vor allem Erfahrung im Beruf zu sammeln
oder auch weiter zu geben. Die Entstehung der Walz geht schon auf das
12. Jahrhundert zurück und nachdem es im Dritten Reich von den
Nazis verboten wurde, wurde dieser schöne Brauch nach dem 2.
Weltkrieg wieder fortgesetzt. Mittlerweile reisen fast 1000 Gesellen
unterschiedlichster Zünfte durch die Lande. Unsere junge Gesellin
hat nach fast einem Jahr die Republik zwischen Flensburg und Freiburg
durchwandert. Für das zweite Jahr stehen weitere europäische
Länder, beginnend mit Irland, auf dem Plan. Bei der dritten und
letzten Etappe der Walz werden nach Europa andere Kontinente
durchwandert. Im bereits begonnenen August dieses Jahres wird sie
allerdings eine Pause einlegen und sich für einige Wochen auf
einem Segelschiff (eine der berühmten Hansekoggen) verpflichten um
die Ostsee zu umsegeln. Dabei wird sie natürlich, wie alle
Seeleute an Bord, kräftig zupacken müssen. Nach diesem
Abenteuer wird die Walz fortgesetzt und sicher wird sie uns über
den weiteren Fortgang ihrer Wanderschaft auf dem laufenden halten.