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Thomas arbeitet gerade an einer Feinoptik-Komponente, welche hundertprozentig genau stimmen muss. Sehr sauberes Arbeiten ist hier unbedingte Voraussetzung für ein erfolgreiches Ergebnis. Er muss über mehrere Poliergänge erreichen, dass die Werte exakt stimmen. Neunzig Grad Null Minuten und Null Sekunden. Das ist aber nicht die aktuelle Uhrzeit, sondern die vorgegebenen Werte, die der Winkel am Messglas haben muss. Nach dem Polieren auf 90 Grad muss das Glas in einem nächsten Arbeitsgang dann noch zusätzlich auf 45 Grad geschliffen werden. Der Mensch und seine handwerkliche Fähigkeit spielt bei diesem Beruf eine zentrale Rolle. Der Automatisierungsgrad ist im Vergleich zu anderen Branchen eher gering. Glas ist ein faszinierendes und lebendiges Material, das ganz besondere Fertigkeiten und fundiertes Know How in der Bearbeitung benötigt. „Da ist viel Fingerspitzengefühl gefragt“ sagt Thomas und setzt an dem Quarzglasbauteil eine feine Fase, damit sich die Kunden später nicht an scharfen Kanten schneiden. Feinoptiker/innen fertigen Teile für optische Geräte oder Komponenten. Diese Produkte verbessern beispielsweise in Brillen die Optik von Fehlsichtigen, kommen aber auch in der Forschung und Technologie zum Einsatz, wie in der Bioanalytik sowie in der Luft- und Raumfahrt. Feinoptiker/innen verarbeiten Rohlinge aus Glas und Quarzglas und bringen sie durch Schneiden oder Fräsen in Form, reinigen sie, geben ihnen danach den letzten Schliff und polieren die Oberfläche. Durch Beschichten, Ver- oder Entspiegeln können die Produkte noch zusätzlich veredelt werden. Der Umgang mit Präzisionsmess- und Prüfinstrumenten gehört zum festen Bestandteil der täglichen Arbeit.
Insgesamt also ein sehr breites Spektrum an interessanten
Tätigkeiten – voller Durchblick garantiert! Und was meint
Thomas zu seinem Ausbildungsberuf? „Mich begeistert das Material
Glas mit seinen vielen Möglichkeiten ein richtiges High-Tech
Produkt daraus machen zu können. Der Beruf ist außerdem sehr
zukunftssicher – sehr viele Auszubildende werden in den Betrieben
übernommen.“ Thomas sieht seinen Beruf auch als Sprungbrett.
In zwei Jahren möchte er sich zum Techniker/in der Fachrichtung
Glastechnik oder Feinwerktechnik weiterbilden.
Feinoptiker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Die Ausbildungsdauer beträgt 3½ Jahre. Interessenten können sich an das Unternehmen Hellma GmbH & Co. KG in Müllheim wenden oder den Informationsstand auf der JOBSTARTBÖRSE am 12. Juli im Müllheimer Bürgerhaus besuchen.
Kontaktinformationen
Hellma GmbH & Co. KG Klosterrunsstraße 5 79379 Müllheim Telefon: 07631/182-0 Telefax: 07631/182-332
www.hellma-worldwide.com. Leiter Personal Leiter Marketing, Günther Scharr, Jürgen Schuy