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Endlich - lauwarme Sommerabende! Wer bleibt da schon gerne in seinen zu eng gewordenen vier Wänden? Gärten, Balkone oder Restaurants mit Außenbereich laden zum Verweilen ein. Im beschaulichen Müllheim kann man jetzt auch einen abendlichen Spaziergang unternehmen und spontan in einem der Cafes oder Restaurants im Freien einen Plausch halten.
Das passt zum neuen Müllheimer Motto: Müllheim - das Tor zum Süden!
Plaudernde Jugendliche in Grüppchen und flanierende Leute die ihren Feierabend genießen, geben ein friedliches, lebhaftes Bild, wie es sich eigentlich alle wünschen, von unserer Innenstadt ab. Besonders Touristen und Urlauber fühlen sich von der mediteranen Stimmung angezogen.
Dennoch, nicht alle Einwohner scheinen sich darüber zu freuen.
Kürzlich wurde ich gebeten, an einer Unterschriftenaktion gegen ein
Restaurant in der Fußgängerzone teilzunehmen. Es sei nicht unbedingt
der Geräuschpegel der Wirtschaft, der störe, sondern der der Leute, die
sich nach dem Besuch noch vor dem Gebäude aufhielten und laute
Gespräche führten. Schade, dass so etwas stört. Es ist kein
mechanischer Lärm, kein Kriegsgeschrei und keine Totenstille sondern
Lebenszeichen in Friedenszeiten.
Ich gönne es den lebenslustigen und kontaktfreudigen Müllheimern, sich auf der Straße zu treffen. Gäbe es keine „schwarzen Schafe“, die nachts randalieren, würde ich den belästigten Anwohnern empfehlen, sich zur späten Stunde durch das fröhliche Gemurmel in den Schlaf singen zu lassen oder einfach die Ohren oder die Fenster gut zu verschließen.
Gut, dass Müllheim keine Schlafstadt ist.
Sabina Dobslaw