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Seit dem 1.1.1994 ist Dr. med. Matthias Röbbelen als Konsiliararzt in der Geburtshilflichen Abteilung der HELIOS Klinik Müllheim tätig und fast rund um die Uhr für Notfälle und Erkrankungen von Neugeborenen erreichbar.
Die Zusammenarbeit wurde begründet, um die Versorgungslücke zu schließen, die durch die große Entfernung zu den neonatologischen Abteilungen der Kinderkliniken in Freiburg und Lörrach bestand.
Die Notfälle umfassen Neugeborenen-Reanimation, Primärversorgung von Risiko-Kindern nach Saugglocken-Entbindung und Not-Kaiserschnitt, Versorgung von Frühgeborenen und Patienten mit Herzfehlern, Behandlung von kritischen bedrohlich niedrigen Blutzuckerwerten (Hypoglykämien), kritischen Temperaturabfällen (Hypothermien), Atemstörungen und Krampfanfällen. Aber auch die Einschätzung von krankheitsverdächtigen Symptomen bei Neugeborenen, die viel Erfahrung erfordert, sowie die Entscheidung, ob ein Kind bei seiner Mutter bleiben kann oder in eine Kinderklinik verlegt werden muss, zählt zu den kinderärztlichen Aufgaben.
Um die Zusammenarbeit - gerade in Notfall-Situationen - weiter zu verbessern, wurde 1996 ein regelmäßiges Training der Neugeborenen-Notfallversorgung für die Ärzte und Mitarbeiter der HELIOS Klinik Müllheim eingeführt. Ferner haben das Erstellen von kinderärztlichen Versorgungsstandards und sowie themenbezogene Fortbildungen wesentlich zur Früherkennung von Erkrankungen beigetragen, die in den ersten Tagen nach der Geburt auftreten können.
Mit dem Eintritt von Dr. med. Holger Friedrich, ebenfalls Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, in die Praxis konnte die kinderärztliche Versorgung der Neugeborenen weiter verbessert werden, durch eine nun ganzjährige Rufbereitschaft der Kinderärzte.
Ein letzter entscheidender Schritt zur Optimierung der Zusammenarbeit war die Verlegung der Gemeinschaftspraxis in den Neubau der HELIOS Klinik Müllheim. Durch die kurzen Wege zum Kreißsaal und zum Kinderzimmer wird ermöglicht, im Notfall genauso schnell zur Stelle zu sein wie die Klinikärzte. Darüber hinaus sind bei Krankheits-Verdacht regelmäßige kinderärztliche Verlaufskontrollen möglich wodurch unnötige Verlegungen in Kinderkliniken vermieden werden.
Die Zahlen sprechen für sich:
De Verlegungsrate vor Beginn der Zusammenarbeit lag über 15 %, (das entspricht etwa dem Durchschnitt von Geburtshilflichen Abteilungen ohne Kinderärzte im Haus; bei Kliniken mit benachbarter Abteilung für Neugeborenen-Medizin (Neonatologie) liegt die Verlegungsrate über 20 %) In den Jahren 2005 und 2006 wurden weniger als 5 % der hier geborenen Kinder in die benachbarten Kinderkliniken verlegt. Dabei bestätigte sich der Erkrankungsverdacht in nahezu allen Fällen.
Als letzte Neuerung ist die Sonografie der Säuglingshüfte zu erwähnen, die seit 2006 bei Risiko-Kindern bereits direkt nach der Geburt (und vor dem regulären Hüft-Screening in der 4. – 6. Lebenswoche) durchgeführt wird.
Somit ist die bestmögliche Versorgung der Neugeborenen in Müllheim gesichert.