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Klaus Amann
Hallo Ihr SC’ler, lauscht in diesen Tagen den Medienpriestern aus der Regio und darüber hinaus, wie sie in Zeilen und Tönen ihre Klagelieder schreiben und singen. Zum Beispiel habe „Diktator“ Volker Finke über die Jahre hinweg aus dem „SC Freiburg“ unstatthaft einen „SC Finke“ gebastelt.
Hallo Ihr SC’ler, bestaunt das Geraune derjenigen, die nun ihre
Mütchen kühlen, weil dieser knurrende Löwe sich über Jahre hinweg dem
Konzert des Freiburger Honoratiorenchors verweigert hat. Vor allem
bemitleidet uns Medienleute, die von Volker Finke immer wieder
angeblafft in die Redaktionen entlassen wurden.
Ja, „so isser“, der Volker Finke, ein ungeduldiger, kantiger Dickschädel, ein sachkundiger Zirkusdompteur mit einer unendlichen Liebe zum Fußball, gradlinig, berechenbar, authentisch, fast ein Alemanne.
Der tölpelhafte Rausschmiss nach 16, unglaublich aufregenden und wirkungsvollen, Jahren des Auf- und Ausbaus der SC-Strukturen zum Wohle des Vereins, der Stadt und der Regio und die Unfähigkeit der Vereinsführung eine Fehlentscheidung zu korrigieren, dies erweist sich nun als eine Provinzposse, die ihresgleichen sucht.
Nicht wenige Zeitgenossen weit über Freiburg und Südbaden hinaus schütteln fassungslos den Kopf und tippen ihre Zeigefinger mit verdrehten Augen an die Stirn. Nach einem derart gravierend vereinsschädigenden Vorgang wäre selbst in einem kleinen Markgräfler Dorffußballverein der kollektive Rücktritt des gesamten Vorstandes längst absolviert.
Die Korrektur der Fehlentscheidung wurde in Freiburg souverän verpasst und der „Arschtritt“ dann mit dem Prädikat „Standfestigkeit“ zugekleistert. Es darf behauptet werden, dass dem SC-Vorstand und einer Schar Finke-Hasser die Siegesserie der Mannschaft in der Rückrunde und die Aussicht für einen Aufstieg in das Oberhaus der Bundesliga überhaupt nicht in den Kram passte. Sie und einige Medienleute wollten Trainer Volker Finke gemeinsam der Fußballöffentlichkeit als „erledigt“ vorführen. Da kann man nur feixend feststellen: Pech gehabt – gell!
Für diese sachlich wie emotional total misslungene Trennung von Volker Finke möge der SC-Vorstand von den Vereinsmitgliedern nun auch die verdiente Abstrafung bekommen. Der komplette Austausch des Vorstandes steht auf der Tagesordnung, denn auch der „nette alte Herr“, die Vereinslegende Achim Stocker, spielt in „seinem“ SC Freiburg seit Jahrzehnten eine Solistenrolle, die zu hinterfragen es nun ebenso an der Zeit ist.
Und wie steht es nun mit der Kontinuität des SC-Freiburg? Gibt’s Sonnenstrahlen nach dem Donnerschlag zu entdecken, eine Morgenröte über dem frisch angeheuerten Fuhrwerksgespann? Mitnichten! Der Trainer ist weg! Der Co-Trainer ist weg! Der Manager ist weg! Die SC-Mannschaft - ach ja – die ist zum großen Teil ja auch weg. Alle guten Zähne sind ohne Betäubung gezogen und nun kaut mal schön mit dem neuen Zahnersatz. Ja, der Freiburger SC ist schwer beschädigt und jene irren, die da weissagen, der Vereinskrieg ende rasch und geräuschlos. Punkt!