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Unterschiedlichsten selbstgewählten Fachgebieten wendeten sich kürzlich die Neuntklässler der Adolph-Blankenhorn-Schule im Rahmen ihrer Hauptschulabschlussprüfung zu.
„Juden in Mülheim“ oder „Tae Kwon Do“, aber auch Themen wie
„Gentechnik“ oder „Perserkatzen“ wurden bearbeitet. Wieder andere
Gruppen beschäftigten sich mit „Stauwerken“ und der damit
zusammenhängenden Stromerzeugung oder mit den „Inuit“, den Ureinwohnern
Kanadas. Weitere Themen waren „Frauen in Kenia“, „Restauration eines
Mofas“, „Vulkanismus“ und „Queen Mary II“.
Jeweils drei bis fünf Schülerinnen und Schüler hatten sich gemeinsam ein Thema ausgesucht, das alle interessierte und es von der Schulleitung genehmigen lassen. Eine Lehrerin bzw. ein Lehrer standen beratend zur Seite. Nach intensivem Sammeln und Aufbereiten von Informationen über mehrere Tage erarbeitete jede Gruppe ihre Abschluss-Präsentation mit verschiedenen Darstellungsformen wie Vortrag, Plakat, Powerpoint-Präsentation oder Szenisches Spiel.
Dabei wurde eine Vielzahl interessanter Fakten vorgetragen oder auch szenisch dargestellt wie z.B. der typische Tagesablauf für Frauen in Kenia, die in der Regel einen 18 – Stundentag abarbeiten müssen. Interessant war auch zu erfahren, dass noch im 19. Jahrhundert ca. 11 % der Einwohner Müllheims Juden waren und die letzten 22 jüdischen Mitbürger im Jahre 1940 deportiert wurden.
Die Fähigkeit, sich Informationen zu beschaffen und sich ein Thema selbstständig zu erarbeiten, wird in unserer Informations-Gesellschaft immer wichtiger und will frühzeitig gelernt sein.
Mit der Projektprüfung soll außerdem ein Weg gefunden werden, nicht nur fachliches Wissen, sondern z.B. auch Teamfähigkeit, Methodenkenntnis und ähnliche Fähigkeiten in die Abschlussnote der Schulabgänger mit einzubeziehen.
Dass es auch stolz machen kann, ein Experte in seinem Fachgebiet zu sein, konnte bei den Abschluss-Präsentationen vor Prüfern und interessierten Mitschülern beobachtet werden.