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Digitale Hörgeräte sind hoch technisierte Medizinprodukte. Die Technik aber hat ihre Grenzen. Jenseits dieser Grenzen schlägt die Audiotherapie eine Brücke zwischen Mensch und Mini-Computer.
Ein Hörverlust wird üblicherweise mit einem Hörgerät ausgeglichen.
Viele Schwerhörige machen jedoch die Erfahrung, dass das, was sich in
der Theorie so einfach anhört, in der Praxis nicht so leicht umzusetzen
ist. Trotz bester Technik kann ein Hörverlust nicht mit der Eleganz
ausgeglichen werden wie dies bei der Korrektur einer Fehlsichtigkeit
mit Hilfe einer Brille selbstverständlich ist.
Eine Verringerung des Hörvermögens beruht in den meisten Fällen auf krankhaften Veränderungen im Innenohr. Die für die Verstärkung des wahrgenommenen Schalls so wichtigen Haarsinneszellen der Hörschnecke sterben im Verlauf eines Lebens ab. Nicht aufgrund des Alters, sondern weil sie täglich schädlichen Einflüssen wie zum Beispiel Zivilisations- und Freizeitlärm ausgesetzt sind. Ohne Haarsinneszellen ist das Innenohr aber nicht mehr in der Lage, die Erzeugung von Nervenimpulsen im Hörnerv anzuregen. Kommen Schallreize lange Zeit nicht mehr im Hörnerv an, verkümmern nicht nur Nervenzellen des Hörnervs, sondern auch der weiterleitenden Gehirnstrukturen. Diese Hörbahnen sind aber auf andauernde Stimulation angewiesen, sonst bauen sie ebenfalls ab. Schließlich leiden auch die höheren Zentren des Großhirns unter dieser Mangelsituation. Hör-Erinnerungen werden nach und nach gelöscht, Sprache in geräuschvoller Umgebung nicht mehr verstanden.
Die Hörspeicher des Gehirns eines Schwerhörigen lassen sich mit Hilfe eines gezielten Hörtrainings wieder auffüllen. Ein solches Hörtraining sollte eine Hörgeräte-Anpassung begleiten, damit Technik und Gehirn Hand in Hand arbeiten können. Hören ist nicht nur eine Angelegenheit des Ohres, sondern hauptsächlich Kopfsache. Störschall auszublenden ist gerade für Schwerhörige das größte Problem. Gelingt dies nicht, kann ein Sprecher in unruhiger Umgebung nicht mehr gut verstanden werden. Eine auf den Schwerhörigen optimal ausgerichtete Audiotherapie beinhaltet daher spezielle Übungen zur Spracherkennung in unruhiger Umgebung. In Form einer angeleiteten Selbsttherapie kann eine vom Hörgeräte-Akustiker angebotene Audiotherapie die Anpassung eines Hörgerätes effektiv und zielgerichtet unterstützen.
Vom 7. bis 19. Mai veranstaltet Sorg Hörsysteme Aktionswochen für Schwerhörige und deren Angehörige.
Mehr zum audiotherapeutischen Hörtraining erfahren Sie bei Sorg Hörsysteme GmbH, Salzstraße 41, 79098 Freiburg. Nutzen Sie die Möglichkeit einer telefonischen Terminvereinbarung unter Telefon (0761) 137 93 50.