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Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) kritisiert die Darstellung der Unterhaltsrechtsreform in der „BILD“ am 15. 3. 2007. Unter dem Titel - „Für die Mütter wird es ganz bitter!“ - wird suggeriert, dass Mütter keinen Unterhalt mehr bekommen. Dies ist bewusst falsch dargestellt. Vielmehr wird ein Paradigmenwechsel insofern vorgenommen, dass die Unterhaltsansprüche der Kinder zuerst befriedigt werden, wenn dann noch Geld bleibt, bekommen Mütter, die Kinder betreuen, weiterhin Unterhalt.
Der Bundesvorsitzende Michael Salchow stellte fest: „Was die Kinder bekommen, die von der Mutter betreut werden, fließt ihrem Haushalt letztendlich auch zu. Das verfügbare Einkommen wird nur anders aufgeteilt. Im Übrigen gibt die Unterhaltsrechtsreform die richtigen und wichtigen Impulse: Erst die Kinder, dann die Erwachsenen - nach der Scheidung ist - mit einer gewissen Übergangsfrist - jeder seines Glückes eigener Schmied.
Lebenslange Unterhaltsansprüche mit der Folge, dass der eine „malocht“ und ihm genauso viel bleibt wie einem Sozialhilfeempfänger und der andere „auf der faulen Haut“ liegt, wird es (hoffentlich) nicht mehr geben.
Der Verband weist darauf hin, dass mehr als zwei Drittel der Scheidungen von Frauen eingereicht werden. Bisher mussten Männer zuweilen auch das neue Verhältnis finanzieren. Diese Ungerechtigkeit gehört nun hoffentlich der Vergangenheit an. ISUV ist der Auffassung: Wer die Allianz fürs Leben verlässt oder bricht, kann nicht weiterhin an ihren Segnungen partizipieren.
Der Bundesvorsitzende Michael Salchow hob auch hervor: „Zu Recht wird im Artikel darauf hingewiesen, dass sich Papa Staat durch die Unterhaltsrechtsreform ein Plus in die Staatskasse rechnet. Dazu fällt einem nur ein: Das ist schäbig! Darauf weisen wir schon seit vielen Jahren hin. Da wird so getan, als ob Kinderarmut, Armut auf Grund von Scheidung nicht existent wären. Papa Staat ist nun mal ein Rabenvater.“