| Home
| Impressum | Anzeige
aufgeben
![]()
![]()
![]()
![]()
Die Idee, statt herkömmlicher Sommerblumen winterharte Stauden zu
verwenden, entstand bereits 1987. Seither beschäftigen sich der
Botanikfachmann und Staudenzüchter Ewald Hügin aus Freiburg zusammen
mit Norbert Selz, Sachbearbeiter für Naturschutz und Gartenbau der
Stadt Neuenburg am Rhein, mit dem Problem der Begrünung von extrem
trockenen Böden mit ökologisch wertvollem Grün wie z.B. auf den
Verkehrsinseln. Das neue Konzept wurde anfänglich sowohl von Bürgern
als auch von Fachleuten mit großem Misstrauen beäugt. So ist ja auch
auf den ersten Blick schwer nachvollziehbar, warum bei einer Pflanzung
guter Humus beseitigt und durch reinen Kies oder sandigen Boden ersetzt
wird. Aber gerade dieser Boden ist notwendig, damit bestimmte Stauden
wachsen und gedeihen.
Alles schön und gut, aber was ist nun der Sinn dieses Pflanz-Konzeptes?
Der erste Vorteil der Stauden ist, das es sich um mehrjährige, winterharte Pflanzen handelt, so also nicht jedes Jahr neu gepflanzt werden müssen. Ein zweiter Vorteil liegt in der Kosteneinsparung, bei den derzeit leeren städtischen Kassen von unschätzbarem Wert. So müssen die Stauden von Mai bis September nur alle 8 bis 10 Wochen, je nach Witterung, gegossen werden, im Gegensatz dazu die Sommerblumen alle 2 bis 3 Tage. Ein weiterer Vorteil ist der ökologische Nutzen der Bepflanzung. Während herkömmliche Sommerblumen Insekten kaum Blütenstaub und Nektar bieten, stellen die Stauden eine ideale Bienen- und Insektenweide dar.
Das nicht alltägliche und faszinierende Begrünungskonzept der Stadt Neuenburg am Rhein hat inzwischen internationales Interesse sowohl bei Besuchern als auch bei Fachleuten geweckt. Der Vortrag wird Ihnen viele Informationen liefern und zeigen, dass die Begrünung von Extremstandorten mit Stauden eine „interessante Herausforderung“ ist, wobei solche Flächen attraktiv gestaltet werden können.
Referent: Ewald Hügin, Freiburg. Am Mittwoch, 21. März, 20:00 Uhr im Ratssaal, Neuenburg. Eine vorherige Anmeldung ist unbedingt erforderlich: kern@neuenburg.de, Info-Tel. 07631/791-113.