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Bad Krozingen – has – Sie müssten doch zu finden sein, die Krozinger
Geister der Reben, dachten wir. Doch trotz intensiver Spurensuche in
den Rebbergen mussten wir feststellen, dass die lustigen Geister, nach
dem die letzte vollmundige Traube als Eiswein in Fässern und Flaschen
verschwunden ist, ihr närrisches Treiben an andere Orte verlegt haben
mussten.
Also aktivierten wir unser FNS (Fasnet-Navigation-System), richteten unsere Antennen auf die närrische Bad Krozinger Atmosphäre und erreichten im Bereich Tunsel (Festhalle) den größten Ausschlag unserer Systeme. Der Grund war, so erfuhren wir später, eine Schnapszahl, denn Narri Narro hieß es da „d’ Krozinger Rebgeister werden 33 Jahr“. Aus der Taufe gehoben wurde der närrische Verein im Jahre 1974 von seinem langjährigen Oberzunftmeister Dieter Bühler und Ehefrau Carmen. Auch wenn heute schon die nächste Generation mit ihrem Zunftmeister Patrick Bühler das närrische Zepter übernommen hat, werden beide ihr Häs noch lange nicht an den Nagel hängen. Alles schön und gut bis jetzt, doch wie erkennt man sie eigentlich die Krozinger Rebgeister, fragen Sie lieber Leser mit Recht? Die Figur des Rebgeistes steht symbolisch für den „Bammert“, den bekannten guten Geist des Rebberges. Er wachte mal gut mal schlecht gelaunt als Rebhüter während der Weinlese über Trauben und Rebstöcke, war sehr gesprächig und einem guten Viertele nicht abgeneigt. Also, ein geeigneter Pate für die lustigen Rebgeister. Ihr Häs besteht heute, angelehnt an den traditionsreichen Weinbau der Region, aus Rebblättern und Trauben. Die roten Hosen symbolisieren den Rotwein, die gold-rot-gestreiften Strümpfe die Weine rot und weiß. Ergänzt wird das Häs mit Rebstecken und Schellen und der Holzmaske mit ihrer roten Knollennase, verursacht durch die bekannte „Markgräfler Gesichtsneurose“ die gerade in närrischen Zeiten ihr volle Wirkung entfaltet. Sie wissen jetzt, wie die Krozinger Rebgeister zu erkennen sind, wie jung der Verein ist, doch wie er feiert und was er sonst noch tut, müssen Sie jetzt selbst ergründen. Sollten Sie es in dieser närrischen Saison nicht mehr schaffen ihr frohes Treiben ins Auge zu fassen, so können sie sicher davon ausgehen, dass die lustigen Rebgeister auch noch die nächsten Jahre wissen wie sie ihre Fasnetfans stimmungsvoll auf die Tische treiben. Ihre Hauptaufgabe sehen sie übrigens vor allem in der Pflege der alemannischen Fasnacht mit ihren bekannten und beliebten Bräuchen. Aber auch soziales Engagement zeichnet sie aus. Anstelle von Gastgeschenken sammeln sie schon seit Jahren Spenden um damit kranken Kindern zu helfen, wie beispielsweise den krebskranken Kindern der Nachsorgeklinik in Tannheim, die in diesem Jahr sogar mit ihren selbstgemalten Bildern das Etikett des Festweines der Krozinger Rebgeister attraktiv gestaltet haben.
Bevor wir uns jetzt selbst der Fasnet widmen, empfehlen wir Euch, schärft Eure Pupillen und klickt mal unter www.rebgeister.de die Webseite an. Viel Interessantes erwartet Euch. Ein herzliches Narri Narro kommt nicht nur von Zunftvogt Patrick Bühler, der im 33. Jahr des Vereines schon seit 11 Jahren als Zunftvogt agiert, dem Vizevogt Ralf Stump, der Schriftführerin Annette Bühler, der Säckelemeisterin Nadine Sabrowski sowie dem Zeremonienmeister Udo Sabrowski, dem 1. Beisitzer Björn Fuchs, dem 2. Beisitzer Rüdiger Bühler, sondern auch vom närrischen Team Eures Markgräfler Bürgerblattes.