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Mit mehr als 160 Jugendlichen am Start, darunter die amtierend Schweizer Meisterin der Schülerklasse und der ehemaligen Deutschen Meisterin im Liegendschießen präsentierte sich das Heitersheimer Jugendturnier sowohl sportlich als auch organisatorisch auf sehr hohem Niveau. Auch der Zuschauerzuspruch war teilweise so groß, dass die Sporthalle fast an ihre Kapazitätsgrenze stieß. Der KKSV hatte keine Kosten und Mühen gescheut ein solch großes Event und dankt den Heitersheimern und allen Schießsportinteressenten für den Besuch. Auch bei Bewirtung und Organisation zeigte sich der KKSV als guter Gastgeber. Sportlich allerdings ließ die Heitersheimer Mannschaft mit Ana Spajic, Larissa Hege, Alisia Kupke und Matthias Schmid keine Gastgeschenke zu. Nach ermüdenden Vorkämpfen, bei denen sie mit Glück und Geschick auch kitzelige Situationen im Stechen überstanden, besiegten sie im Mannschaftswettbewerb ihre Gegner aus Wettingen/Würenlos (Schweiz) und konnten den Siegerpokal in Empfang nehmen. Jeweils Dritter wurden die Mannschaften des Pokalverteidigers aus Efringen-Kirchen und Gottmadingen.
Das hohe Niveau des Turniers wurde auch im Einzelwettkampf
bestätigt. Reihenweise wurden Ergebnisse über 190 von 200 Ringen
erzielt. Den Sonderpreis für die Verbesserung des Turnierrekordes von
100.- € konnte aber kein Teilnehmer erringen. 196 Ringe blieben das
Höchstergebnis der späteren Siegerin. Nicht alle Einheimischen waren
mit sich zufrieden, denn nur zwei schafften es von der Ausscheidung
über Achtel-, Viertel- und Halbfinale ins Finale der besten Acht.
Spajic wurde nach hartem Kampf nur knapp hinter der Zweiten Dritter in
der Jugendklasse und Melanie Choinka wurde Achte in der Juniorenklasse.
Gewonnen haben in der Jugendklasse die amtierende Schweizer Meisterin
Fabienne Füglister aus Wettingen/Würenlos und Daniel Kienzler vom SSV
Buchenbach in der Juniorenklasse.
La-Ola Wellen und Begeisterungsstürme kennzeichneten die Stimmung in der übervollen Sporthalle in Heitersheim als über 200 Zuschauer das Auftreten einer Auswahl der besten Schützen Deutschlands verfolgten. Gegen die Heitersheimer Verbandsligamannschaft schossen Barbara Lechner, Europameisterin 2005 mit dem Idealergebnis von 400 von 400 möglichen Ringen, Claudia Keck, Juniorenvizeweltmeisterin, Claus Hildebrand, Junioreneuropameister, Sven Schuller, Olympiateilnehmer 2000 in Sydney sowie Maik Eckhardt, 5. mit dem Luftgewehr bei den olympischen Spielen in Athen. Für Heitersheim gingen Ana Spajic, Susanne Schladebach, Larissa Hege, Colin Merkert und Matthias Schmid an den Start. „Für unsere Schützen ist das ein Riesenerlebnis, denn wer kann schon von sich behaupten, sich mit Europa- und Weltmeistern im fairen Wettkampf gemessen zu haben“ drückte der Trainer der Heitersheimer, Hariolf Schmid, der auch als Moderator fungierte, den Stolz seiner Schützlinge aus. Gleichzeitig dankte er den Sponsoren und der SG Staufen, die diesen Vergleich erst möglich gemacht haben. Auch bei den Spitzensportlern bedankte er sich, denn die waren am Tag vorher noch über ganz Deutschland verstreut im Bundesligaeinsatz. Wie man das schafft? „Schnell fahren und gut schießen“ war Hildebrands Antwort.
Erwartungsgemäß setzten sich die Weltklasseschützen mit Ergebnissen von weit über 390 durch. So trafen Lechner 396, Hildebrand und Eckhardt je 394 Ringe. „Solche Ergebnisse können wir nicht schießen und doch ist es mir gelungen, zwischenzeitlich gegen meinen Gegner in Führung zu gehen“ gab Merkert zu Protokoll, der letztlich 386:380 gegen Schuller unterlag. Der Jubel der Heitersheimer Fans kannte dann aber keine Grenzen mehr als Schladebach mit 4 Zehnern ausschoss und ein Stechen gegen Keck erzwang. Als sie dieses Stechen dann auch noch nach bereits einem Stechschuss für sich entschied, glich die Halle einem Tollhaus. „Wenn wir unsere Luftgewehrhalle fertig gestellt haben, sind solche Wettkämpfe für unsere Zuschauer regelmäßig zu sehen“ blickt OSM Hermann Hamm bereits voraus und die Stimmung der Heitersheimer Schützen nach dem Wettkampf drückte Larissa Hege auf die Frage des Moderators treffend aus mit den Worten „Einfach glücklich“.