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Mit Kursgewinnen ging der deutsche Aktienindex in der zweiten
Januarwoche aus dem Handel. Profitieren konnten die Dividendentitel von
dem rückläufigen Rohölpreis. Öl der Sorte Brent rutschte unter dem
Einfluss des warmen Wetters zum Ende der Woche unter die Marke von 53
Dollar pro Barrel. Unterstützung kam auch von der EZB, deren Präsident
Jean-Claude Trichet stellte trotz des beschleunigten Geldmengen- und
Kreditwachstums keine härtere Gangart der Geldpolitik an. Kurzzeitig
wurden die Aktienkurse im Verlauf der Woche durch Gewinnmitnahmen
belastet. Der Deutsche Aktienindex schloss zum Ende der Handelswoche
mit 6.705 Punkten, gegenüber der Vowoche entspricht dies einem Zuwachs
um 2 %. Der Dax erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2001.
Der Dow Jones legte im Vergleich zur Vorwoche um 1% auf 12.514 Punkte
zu.
Auf dem deutschen Rentenmarkt schwächten sich die Anleihekurse in
der zweiten Januarwoche ab. Wichtige Impulse erhielt der Markt erst zum
Ende der Woche. Am Donnerstag gab das Statistische Bundesamt die
Jahreswachstumsrate für das Jahr 2006 bekannt, die mit 2,5 % den
Erwartungen entsprach. Am Freitag konnten die US-Einzelhandelsumsätze
positiv überraschen. Sie stiegen im Dezember um 0,9 % zum Vormonat,
Volkswirte hatten mit einem etwas geringeren Anstieg um 0,7 %
gerechnet. Die Umlaufsrendite lag am Freitag, dem 12. Januar, bei 4,04
%, das waren 11 Basispunkte mehr als eine Woche zuvor. Die Renditen auf
10-jährige Staatsanleihen in Deutschland und den USA erhöhten sich im
gleichen Zeitraum um 9 bzw. 14 Basispunkte auf 4,01 % bzw. 4,80 %.
Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich in der zweiten
Januarwoche gegenüber dem US-Dollar abgeschwächt. Zulasten des Euro
wirkte sich aus, dass EZB-Präsident Jean- Claude Trichet eine weitere
Zinserhöhung erst für den März in Aussicht gestellt hatte, einige
Händler hatten zuvor auf einen Zinsschritt im Februar spekuliert. Der
EZB-Referenzkurs des Euro lag am Freitag, dem 12. Januar, bei 1,2893
Dollar, das waren fast zwei Cent weniger als eine Woche zuvor.