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Da soll man einer behaupten, die Elsässer sprächen kein Elsässisch
mehr! Unter der Leitung von Daniel Maurer setzt die Blodelsheimer
Theatergruppe alles dran, ihre Sprache vor dem Aussterben zu retten.
Seit ihrer Gründung vor 30 Jahren tourniert die zwölfköpfige
Theatermannschaft jährlich als erfolgreiche Gastspieler am Rhein
entlang: von Kembs über Bantzenheim und Blodelsheim bis hin nach
Fessenheim. Zwar wird im elsässischen Alltag indes überwiegend
Französisch gesprochen und das vor allem unter der jüngeren Generation.
Doch die Elsässer halten dennoch hartnäckig an ihrem sprachlichen
Kulturgut fest. Ihre alemannisch verwurzelte Sprache soll am Leben
erhalten bleiben, so sind sich die traditionell Bewussten unter ihnen
eins. Eine in der Region organisierte Veranstaltung ist das „Friejohr
fer unsri Sproch“ (das Frühjahr für unsere Sprache). Mit Theater-,
Gesang- und Tanzvorstellungen von und für Kinder und Jugendliche soll
die elsässische Sprache weiterleben.
Auf dem Programm der Blodelsheimer Theatergruppe steht ab Januar 2007 das Unterhaltungsstück:
„Mine Frau heißt Maurice“ Komödie in drei Akten von Raffy Shart - elsässische Umsetzung von Christian Ketterlin
George steht kurz vor dem Aus. Sein Immobiliengeschäft läuft nur müßig und der Blick in den Geldbeutel verheißt nichts Gutes. Seine Ehe steht auf wackligen Füßen, denn mit der Treue hat’s der Lebenskünstler nicht so genau genommen. Doch George will’s wieder biegen. Um seiner prekären Situation Abhilfe zuschaffen, muss seine geschäftstüchtige Frau Marion wieder her! Schließlich steht viel auf dem Spiel. Seiner „Maitresse“ beschließt er, den Laufpass zu geben. Marion ist es Leid und stellt ihrem untreuen Taugenix ein Ultimatum. Um jedoch unangenehme Konfrontationen mit seiner Gattin zu vermeiden, tüftelt George, gerissen wie er ist, einen Plan aus: Die nette Maurice soll ihm helfen. Die ehrenamtlich Tätige mit der sozialen Ader sagt nicht nein. Kurzerhand gibt er sie als seine Frau aus und quartiert sie bei sich ein. Doch als Cathy, seine Geliebte, das Gespräch mit der „falschen“ Ehefrau sucht, verzwickt sich die Lage. Roger wiederum, Cathys Ehemann, möchte dem Liebhaber seiner Frau mal deutlich die Meinung sagen, um ihn in die Schranken zu weisen. Als George nun einem Ehepaar ein Immobiliengeschäft anbieten möchte und dabei auf die Schallebergers stößt, Roger und Cathy, verfängt er sich allmählich in seinem eigenen turbulenten Kuddelmuddel.
Das in Mundart dargestellte Lustspiel ist für alle, die mit dem alemannischen Dialekt vertraut sind, ein amüsantes Theatererlebnis, das die Zuschauer kräftig zum Lachen bringt und dem französischen Humor von „Ein Käfig voller Narren“ nahe kommt. Regisseur, Denis Bixel, verspricht die elsässische Version als noch „köstlicher“ („plus savoureux“), denn in dem von Christian Ketterlin umgeschriebenen Stück paart er französischen Humor mit elsässischem Lebensgefühl.
Die ursprüngliche Fassung stammt von dem Pariser, Raffy Shart, der die Komödie 1997 geschrieben hat und die seither auf dem Weg über 24 Länder durch die Welt gezogen ist. Der Erfolg spricht für sich.
Am 7. Januar 2007 startet das Theaterdebüt in Blodelsheim, gefolgt von einer Serie von Gastspielen in Bantzenheim, Kembs und Fessenheim.
Heike Loesener
Aufführungen:
Salle Polyvalente Réservations (0033)(0)389486660
Samedi 6 janvier 2007 à 20h15, Dimanche 7 janvier 2007 à 15h, Vendredi 12 janvier 2007 à 20h30, Samedi 13 janvier 2006 à 20h15
Salle des fêtes, Réservations: (0033)(0)389260503
Dimanche 21 janvier 2007 à 15 H
Espace Rhénan, Réservations: (0033)(0)3 89 62 89 10 Ou (0033)(0)3 89 48 36 50
Samedi 17 février 2007 à 20h15, Dimanche 18 février 2007 à 15h,
Salle des fêtes, Réservations: (0033)(0)3 89 48 52 74
Samedi 24 février 2007 à 20h15, Dimanche 25 février 2007 à 15h