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Es weihnachtet wieder. Die Tage werden kürzer und dunkler. Jetzt gibt es nichts Schöneres, als eine Kerze anzuzünden und innezuhalten. Grund genug, einen Gang zurückzuschalten, die Dinge gelassener anzugehen und das Jahresende ruhig ausklingen zu lassen. Mit würzig herben Kerzen- und Tannendüften und süßen Backgerüchen lassen wir unsere Sinne nun gerne verwöhnen, um vom Alltag abzuschalten.
„Advent“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Ankunft. In der Adventszeit erwarten wir mit der Geburt Christi die Ankunft des Herrn. Mit den Adventskerzen symbolisieren wir das Licht, das in die Welt kommen soll. Gerade in den langen, kalten Wintermonaten sollen sie böse Geister verkraulen. Papst Gregor der Große legte im sechsten Jahrhundert die Dauer der Adventszeit auf vier Sonntage fest: Sie beginnt mit dem ersten Sonntag nach dem 26. November und endet immer am 24. Dezember.
Doch gerade der Trubel in der Vorweihnachtszeit fordert viele Menschen mit Stress und Hektik: Geschenke kaufen, Feste organisieren, Festessen zubereiten, Jahresgeschäfte abschließen. Dabei sollten wir die schönste Zeit des Jahres als eine Zeit der Ruhe, Stille und Besinnung erleben. Im regen Treiben der Vorbereitungen vergessen wir oft, zum Wesentlichen zu finden. Das schönste Weihnachtsgeschenk, das wir einander machen können, ist, aufeinander zu zugehen, füreinander da zu sein und sich gegenseitig zu zuhören. Weihnachten ist nicht nur ein kirchliches Fest, sondern auch ein Fest der Familie und der Gemeinschaft.
Besinnen wir uns im heutigen Zerfall der Gesellschaft wieder auf die verschütteten Werte, dann dürfen wir auch erneut den Zauber der wundervollen Weihnachtszeit erleben!
In diesem Sinne, eine zauberhafte Advents- und Weihnachtszeit
Heike Loesener