Magnetresonanztomograf

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Neuer Magnetresonanztomograf für die Uni-Kinderklinik

Licht am Ende der Röhre

FördervereinDer Förderverein für krebskranke Kinder Freiburg und das Kuratorium zur Unterstützung von Forschung und Wissenschaft bestellen Gerät für 1,25 Millionen Euro

Freiburg. Kaum ein Jahr nach der feierlichen Einweihung des Hauses Feldberg auf dem Gelände der Universitätskinderklinik in Freiburg steht der Förderverein für krebskranke Kinder schon wieder vor dem Abschluss eines Großprojekts. Das dem Verein angegliederte Kuratorium zur Förderung von Forschung und Wissenschaft hat bei Siemens einen 1,25 Millionen Euro teuren Magnetresonanztomografen (MRT) bestellt, der der Kinderklinik am 6. Dezember übergeben werden soll. Dabei hat der Förderverein einen Großteil des Kaufpreises auch schon beisammen. Bis zum Jahresende hofft er jedoch weiterhin auf die große Spendenbereitschaft der Bevölkerung.

„Wunder können wir nicht vollbringen, aber es ist unsere Pflicht, alles zu tun, um das Leiden der Kinder in der Freiburger Kinderklinik zu lindern“, sagte bei der Unterzeichnung des Kaufvertrags Werner Kimmig, der Präsident des Kuratoriums. Zur großen Freude von Prof. Charlotte Niemeyer, Ärztliche Direktorin der Kinderkrebsklinik: „Eine Anschaffung wie diese hätten wir angesichts fehlender Mittel in den nächsten 20 Jahren nicht tätigen können“, sagte sie. „Das Gerät wird uns eine große Hilfe sein bei der täglichen Arbeit in unserer Klinik.“

Tatsächlich stellt das Fehlen eines MRT die Freiburger Kinderklinik regelmäßig vor große Probleme. Mit Hilfe der Magnet-Resonanz-Tomografie können kleinste Tumor- und Entzündungsherde zwar schnell und eindeutig erkannt werden. Während der Untersuchung aber muss der Patient mehr als eine halbe Stunde lang vollkommen ruhig in der Röhre liegen. Besonders für kleine Kinder ist dies ein Ding der Unmöglichkeit. Sie müssen sediert werden. Das nächstgelegene MRT-Gerät aber steht bisher im Bereich „Zentralröntgen“; Kinder aus der Kinderklinik müssen im Krankenwagen dorthin gefahren werden. Oft sind sie schon wieder wach, ehe die Untersuchung beginnen kann.

„Mit einem eigenen MRT-Gerät könnten wir effizienter und kostengünstiger behandeln“, sagte Charlotte Niemeyer, als sie dem Förderverein und dem Kuratorium im vergangenen Jahr von der Problematik berichtete. „Die finanzielle Dimension erschien uns anfangs astronomisch,“ erinnert sich Kuratoriumspräsident Kimmig. „Aber wir haben auch verstanden, dass von einem MRT-Gerät in der Kinderklinik nicht nur die krebskranken Kinder, sondern viele andere Patienten profitieren könnten.“

Gemeinsam mit der radiologischen Abteilung der Universitätsklinik wurden in den vergangenen Monaten die technischen Anforderungen an das Gerät definiert. Parallel dazu baten Förderverein und Kuratorium ihre Mitglieder um Unterstützung. Allein 5500 Einzelspenden von zusammen fast 400.000 Euro werden in das neue Gerät einfließen. Dazu erbrachten Sonderaktionen von Firmen und Medien große Beträge. Zuletzt trugen Verbindungen zum Haus Burda und das Engagement der Vorsitzenden der Felix-Burda-Stifung, Dr. Christa Maar, dazu bei, dass der Kaufpreis erheblich nach unten gedrückt werden konnte. Damit das neue Gerät aufgestellt werden kann, sind nun nur noch einige Umbauten erforderlich. Die Planungen dafür laufen aber auf Hochtouren.

Seit der Gründung des Kuratoriums vor zehn Jahren hat dieses fast sechs Millionen Euro an die Kinderklinik gespendet. Für Kuratoriumspräsident Werner Kimmig hat Geld somit längst eine neue Definition erhalten: „Es ist der Schlüssel zum Leben – in unserem Fall zum Überleben.“

Spenden:

Sparkassen Freiburg, BLZ 680 501 01, Konto Nr.: 230 045 4, Volksbank Freiburg, BLZ 680 900 00, Konto Nr. 286 030 9,

Kontakt zum Förderverein:

Bernd Rendler, Butschbacher Straße 47, 77704 Oberkirch. Tel: 07802-3347, bernd.rendler@helfen-hilft.de

Johannes Bitsch, Blumenstraße 12a, 77704 Oberkirch. Tel: 07802-981809, johannes.bitsch@helfen-hilft.de

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