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Wie hieß noch mal die Straße, in der die Bekannten wohnen? Wo habe ich bloß mein Auto geparkt? – alltägliche Vergesslichkeiten, die wohl jeder kennt. Leichte Störungen im Bereich des Gedächtnisses und der Wahrnehmung sind normal und nicht weiter bedenklich. Eine Demenz hingegen betrifft alle Bereiche des täglichen Lebens. Sie führt neben der nachlassenden Denkfähigkeit auch zu weiter gehenden Veränderungen der Persönlichkeit.
Die Alzheimer-Krankheit, vor 100 Jahren von Alois Alzheimer zuerst beschrieben, ist die häufigste Form der Demenz. Jährlich erkranken rund 100 000 Menschen, derzeit lebt in Deutschland rund eine halbe Million Alzheimerpatienten. Wichtig für die Patienten ist eine schnelle und zutreffende Diagnose – dann sind die Chancen, den geistigen Verfall zumindest aufzuhalten, größer als wenn das Leiden erst spät erkannt wird.
Wo verlaufen die Grenzen zwischen Vergesslichkeit und Krankheit? Die Alzheimer Society of Canada hat eine Checkliste mit zehn Symptomen zusammengestellt:
• Vergesslichkeit mit Auswirkung auf die Arbeit und das tägliche Leben
• Schwierigkeiten beim Ausführen gewohnter Tätigkeiten, bspw. im Haushalt
• Sprache verliert an Präzision und Verständlichkeit
• Verlust der zeitlichen und räumlichen Orientierung
• Eingeschränkte Urteils- und Entscheidungsfähigkeit
• Probleme mit dem abstrakten Denken
• Verlegen von Gegenständen
• Stimmungs- und Verhaltensänderungen
• Persönlichkeitsveränderungen
• Verlust der Eigeninitiative
Treten einige dieser Warnsymptome auf, sollte der Betroffene einen Facharzt oder die Gedächtnisambulanz einer Fachklinik aufsuchen. Der Arzt verfügt weitere Testmöglichkeiten. Bekannt ist der so genannte Uhrentest, bei dem die Patienten die fehlenden Ziffern einer Uhr nachzeichnen müssen. Die Anzahl und Schwere der Fehler gibt einen Hinweis auf die Schwere der Orientierungsprobleme des Patienten. Ein anderer, weltweit angewandter Test ist der Mini-Mental-Status-Test. Dabei handelt es sich um einen Fragebogen, der in Form eines Interviews bearbeitet wird. Mit Hilfe dieses Testes kann festgestellt werden, ob möglicherweise eine demenzielle Erkrankung vorliegt. Für eine genaue Diagnose reicht er jedoch nicht aus.
Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) ist eine gemeinnützige Interessenorganisation für ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen. Der Verband hat seinen Sitz in Essen, ist darüber hinaus aber in allen Bundesländern mit Ansprechpartnern vor Ort vertreten. Sprechen Sie uns an, wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Internet: www.vdab.de, E-Mail: info@vdab.de, Tel.: 02054-9578-10