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Kursanstieg am Aktienmarkt setzt sich fortDie gute Stimmung am Deutschen Aktienmarkt hat in der zweiten Novemberwoche angehalten.
Gestützt wurden die Märkte durch die weiterhin lebhafte Fusionstätigkeit im Euroraum und den USA. Impulse gaben auch gute Quartalsberichte von Unternehmen. Uneinheitlich verlief die Reaktion auf die Kongresswahl in den USA. Die Auswirkungen der Mehrheit der Demokraten im Senat und Repräsentantenhaus auf die Entwicklung einzelner Branchen, wie etwa der Biotechnik oder der Rüstungsindustrie wurden unterschiedlich eingeschätzt. Am Freitag, dem 10. November schloss der DAX mit 6.358 Punkten, gegenüber dem Monatsbeginn entspricht dies einem Zuwachs um 2 %. Im gleichen Zeitraum legte der Dow Jones um 1 % auf 12.106 Punkte zu.
Rentenmarkt ohne klare RichtungWenig verändert haben sich die Renditen am europäischen Rentenmarkt in der zweiten Novemberwoche.
Die Konjunkturdaten gaben kein einheitliches Bild und konnten den Anleihen keine klare Richtung verleihen. Insgesamt stützen sie aber das Bild eines moderaten bis kräftigen Wirtschaftswachstums im Euroraum und einer sich etwas abschwächenden US-Konjunktur. Der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister im Euroraum verringerte sich leicht von 56,7 Punkten im September auf 56,5 Punkte im Oktober. Obwohl der Indikator damit auf dem niedrigsten Stand seit November 2005 steht, zeigt er weiterhin ein robustes Wachstum an.
Der Index des Verbrauchervertrauens der University of Michigan verringerte sich im November entgegen der Erwartungen von 93,6 auf 92,3 Punkte (erwartet 93,7 Punkte). Sowohl die Lageeinschätzungen der Verbraucher als auch die Zukunftserwartungen fielen schlechter als im Vormonat aus. Am Freitag, dem 10. November, lag die Umlaufsrendite bei 3,73 %, im Vergleich zur Vorwoche entspricht dies einem Anstieg um 1 Basispunkt. Die Renditen auf 10-jährige Staatsanleihen in Deutschland und den USA lagen am gleichen Tag bei 3,72 % bzw. 4,66 %. In Deutschland verharrte die Rendite damit auf dem Niveau der Vorwoche, in den USA stieg sie um 2 Basispunkte an. Die Differenz der Renditen zwischen Bundesanleihen mit einer 10- und einer 1-jährigen Restlaufzeit erreichte mit 4 Basispunkten das niedrigste Niveau seit Beginn der Währungsunion.
Euro festerDer Euro konnte zum Ende der Woche gegenüber dem Dollar zulegen. Während die Daten zur US-Handelsbilanz mit einem Defizit von 64,3 Mrd. Dollar besser als erwartet (69 Mrd. Dollar) ausgefallen waren und dem Dollar kurzzeitig Auftrieb gaben, änderte sich die Bewegungsrichtung, nachdem der Index des Verbrauchervertrauens der University of Michigan enttäuscht hatte. Unterstützt wurde die Gemeinschaftswährung auch durch Äußerungen des chinesischen Notenbankgouverneurs Zhou Xiaochuan, demzufolge die bisherige Dollarabhängigkeit Chinas abgebaut werden und eine Diversifikation der Devisenreserven mit anderen Währungen unter anderem dem Euro erfolgen soll. Der EZB-Referenzkurs des Euro lag am Freitag, dem 10. November, bei 1,2864 Dollar und damit etwa 1 Cent höher als eine Woche zuvor.
Märkte im Überblick
DAX 6.397,73
Nikkei 225 16.289,55
Euro Stoxx 504.086,14
EUR/USD 1,2815
Dow Jones 12.131,88
EUR/CHF 1.5940
Umlaufrendite 3,71%
Stand: 07.11.2006