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Mit optimaler Ausbeute von zwei 3:2 Siegen und damit 4 Mannschaftspunkten kehrten die Luftgewehrschützen von ihren ersten beiden Wettkämpfen aus Lauf zurück. Die Heitersheimer zeigten Hochspannung bis zum letzten Schuss, hervorragende Einzelergebnisse und mannschaftliche Geschlossenheit – kurz alles, was den Ligamodus, bei dem sich je zwei Schützen unabhängig von Alter und Geschlecht gegenüberstehen, so interessant macht. „Wenn es nach mir ginge, wäre mir etwas weniger Anspannung lieber und der Sieg würde früher feststehen, aber für den Erfolg der Mannschaft nimmt man so etwas gerne hin“ freute sich Trainer Hariolf Schmid mit seinen Schützen. Fünf Schützen bilden eine Mannschaft und diejenige mit der Mehrzahl an Einzelsiegen bekommt die beiden Mannschaftspunkte, nach denen die Tabelle gebildet wird.
Vor allem der erste Auftritt von Larissa Hege und Ana Spajic wurde mit Spannung erwartet. Der Trainer hatte beiden das Vertrauen ausgesprochen und sie in die erste Mannschaft aufgenommen. Ein durchaus typisches Verhalten für einen Verein mit einer solch intensiven Jugendarbeit wie der KKSV Heitersheim. Gleich in der ersten Begegnung wartete mit Freiburg-St. Georgen ein Kracher, denn die schossen in den vergangenen Saisons immer an der Tabellenspitze mit.
Souverän wischten die Spajic und Hege eventuelle Bedenken beiseite, ob sie der Ligabelastung wohl gewachsen wären. Hege mit 380 von 400 Ringen und Spajic mit gar 388 Ringen gewannen ihre Begegnungen mit deutlichem Vorsprung. Das war aber dann schon alles, was an diesem Wettkampf klar war. Michaela Schmid und Colin Merkert lieferten sich mit ihren Gegnern ein Kopf-an-Kopf Rennen, bei dem beide erst am Ende kleinbei geben mussten und knapp verloren. Damit stand es 2:2 und die Begegnung an Position 1 musste entscheiden. Diese Begegnung setzte der Spannung noch das i-Tüpfelchen auf. Susanne Schladebach sah nach einer Acht ihrer Gegnerin kurz vor Schluss wie die sichere Siegerin aus, aber da sie ihre Serie mit zweimal 9,9, zwar die beste Neun aber eben keine Zehn, beendete, waren beide am Ende ringgleich und mussten ins Stechen. Ein Stechschuss reichte aber nicht aus, denn im ersten Schuss trafen beide die Zehn. Erst im zweiten Schuss machte Schladebach alles klar und gewann den Siegpunkt unter grossem Jubel der Mannschaft und Anhänger.
Im zweiten Kampf wartete mit dem KKSV Buchholz ein Gegner, der von der Papierform durchaus gleichwertig einzuschätzen war. Der Ablauf war fast identisch, aber da Schladebach diesmal mit einem Spitzenresultat von 391 Ringen glänzte waren die Heitersheimer von Beginn an auf der Siegerstrasse. Hege traf mit 383 Ringen wieder über die magische 380er Grenze und leider mussten Schmid und Merkert ihre Punkte wieder ganz knapp abgeben. Spajic lag eigentlich immer beruhigend in Führung, leistete sich aber gegen Ende den Luxus von sechs Neunern in Folge und plötzlich war ihr Gegner wieder dran und das Zittern begann erneut. Erst mit den letzten beiden Schüssen, die sie beide ins Zentrum brachte, sicherte sie der Mannschaft den Sieg auch im zweiten Wettkampf. „Unter solchen Bedingungen und in einer solch tollen Mannschaft zu schießen entschädigt für den doch enormen Druck, den man am Stand aushalten muss“ freuen sich die beiden Youngster des KKSV schon auf die nächsten Wettkämpfe. Vielleicht erfüllen sie ja dann den Wunsch ihres Trainers nach einer schnellen und damit weniger Nerven raubenden Entscheidung.