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Da kann ich nur kurz und bündig sagen: Nein! aber
In der Regel ist es so, dass seriöse Kampfsportler und Kampfkünstler sich mit dem Thema der Gewalt unter anderen Bedingungen auseinandersetzen.
Wenn ich in einem Kampfsporttraining Gewalt in Form von ungezügelter
Aggressivität anwende, steigt das Verletzungsrisiko für beide
Kontrahenten. Sprich, der der ungezügelt austeilt wird entweder sein
Gegenüber verletzten bzw. seine Verletzung billigend in Kauf nehmen,
oder im Idealfall an ein Gegenüber geraten, dass vielleicht
geschickter, stärker oder definitiv besser ist. Und dann könnte er auch
sein wahrhaft blaues Wunder erleben. Wie in vielen Lebensbereichen gibt
es natürlich auch im Kampfsport Vertreter der „Schattenwelt“. In diesem
Metier geht es nicht um Sportlichkeit, sondern man benutzt das Medium
Kampfsport und sein Umfeld als Gegenstand um eine Körperverletzung
unter dem Deckmantel der vermeintlichen Legalität auszuüben.
Definitiv und es wird mir immer wieder bestätigt!
Meine früheren Erfahrungen als Polizeibeamter und meine langjährige Tätigkeit im Bereich des Kampfsportes haben dazu beigetragen. Sehen Sie, Gewalt ist für mich kein theoretischer Begriff. Ich habe Gewalt zum Nachteil meiner eigenen Person ausreichend kennengelernt. Ich habe aber auch Gewalt an anderen ausgeübt.
Während meiner früheren beruflichen Tätigkeit und leider auch als Privatmensch hatte ich unzählige Male im Rahmen der Nothilfe und auch der Notwehr meine Kenntnisse aus dem Bereich des Ju-Jutsu immer wieder anwenden müssen und es hat immer funktioniert. Weil ich es wollte! Anderen zu helfen und mich selbst zu schützen. Das ist auch eine Intension, die ich an meine Schüler habe.
Nein, Nein! Zivilcourage beweisen. Auftreten können als ganze Person: Mit Körper, Kopf und Geist! Genau das ist es was ich will. Und mit einer seriösen Ausbildung in der Kampfkunst und dem Kampfsport kann ich immer wieder beweisen, dass es funktioniert. Dazu gehört Theorie und Praxis der technischen Ausbildung und das Vorleben von Idealen. Die Erziehung zum bewussten Ich, nicht die Erziehung zur tumben Aggressivität.
Ich bin von Natur aus kein aggressiver Mensch, aber ich werde ohne jedes Zögern meine Kenntnisse ausnutzen um andere oder auch mich vor Angriffen zu schützen. Das erwarte ich auch von meinen Schülern.
Bei mir nicht! Wenn ich spüren oder auch erleben würde, dass einer meiner Schüler seine Kenntnisse aus niederen Beweggründen zum Nachteil Dritter oder als Prahlhans sich versucht zu profilieren, dann würde ich ihm eine Lektion erteilen, die er den Rest seines Lebens nie wieder vergessen würde.
Nein, ich setze Grenzen. Deutliche Grenzen! In Wort und Tat. Ohne Kompromisse. Ein Umstand, der vielen Menschen fehlt, die zum Beispiel Gewalt an anderen aus purer Lust ausüben oder damit ihre eigene Schwäche verdecken möchten. Auch im Bereich der Kampfsportler gibt es Trainer und Schüler, die dieses Klischee immer erfüllen.
Schüler, die sich in Kampfsport unterrichten lassen und dabei immer aggressiver werden sind ein sichtbares Zeichen einer schlechten Ausbildung! Es ist mir wichtig zu sagen, dass dies eine Minorität darstellt. Aber in manchen Schülern spiegelt sich die Seele des Trainers wieder!
In vielen Dingen ist es leider immer so, dass das Negative immer auffällt und das Gesamtbild stört. Stellen Sie sich den Mond vor, wie er sich in einer klaren Wasserfläche spiegelt und dann kommt eine stinkende Wolke aus Industrieabgasen, die dieses wunderbare Bild mit braunem Dunst durchzieht.
Nein, natürlich nicht. Ich gebe Ihnen einmal ein konkretes Beispiel, dass ich erlebt habe:
In einem Dojo habe ich einmal einen Sportler mit einem Tatoo eines Nazikreuzes auf der Wade gesehen. Ich habe daraufhin den Trainer aufmerksam gemacht und ich erntete ein Schulterzucken und säuerliches Lächeln. Ein Trainer oder Leiter eines Dojos, der dies duldet und andere Schüler die dabei wegsehen sind für mich auf gleichem Niveau wie das Tatoo! Das ist Akzeptanz von Gewalt! Das ich mit solchen Leuten nicht zusammen arbeite brauch ich sicherlich nicht zu erläutern.
Gewalt in unserer Welt hat viele Ursachen und das Thema füllt Bände von Büchern. Die moderne Medizin, die Entwicklungen im Bereich der Hirnforschung bringen immer neue Erkenntnisse, auch zum Thema der Entstehung von Gewalt.
Viele lassen sich dann auch gerne in die Irre leiten, nach dem Motto: Der arme Täter wusste ja nicht was er tat! In Einzelfällen trifft dies zu. Aber bei einem Gros von Gewalttätern liegt es an der Prägung durch Familie und dem stärkeren Umfeld als dem eigenen Ich.
Ja, klar. Bei manchen Menschen muss man natürlich auch gesundheitsspezifische Aspekte durchleuchten, aber bei vielen war es auch das Fehlmaß in der Erziehung:
Nämlich keine Grenzen erlebt zu haben, keine Möglichkeit soziales Verhalten zu üben, labil zu sein aufgrund der eigenen Labilität der Eltern und dann natürlich durch andere stärker geprägt zu werden. Dann kommen schnell solche Themen zu Tage wie Gewalt an Schulen, Gewalt an Frauen, Gewalt als Mittel um einer Gruppe angehören zu wollen.
Aber 100 %! Und genau ab diesem Punkt ist es abhängig von der sozialen Intelligenz und der fachlichen Kompetenz eines Trainers. Und ich verstehe es genau in dieser Reihenfolge und beides in gleicher Qualität! Ich bin das ganze Jahr mittlerweile international unterwegs zu Workshops und Seminaren im Bereich der Selbstverteidigung. Meine Erfahrungen mit Schülern aus Konfliktbereichen (aggressives schulisches oder familiäres Umfeld), mit Frauengruppen und ihren Erfahrungen durch Gewalt von Männern; mit Securitykräften.
Immer wieder erlebe ich, dass man die Menschen über die Ausbildung im Kampfsport auf sehr seriöse und unmittelbare Weise zum bewussten Leben hinführen kann und auf tausend Dinge, die das Leben bewegen, aufmerksam machen kann.
Ein Täter sucht immer nur ein Opfer, keinen Gegner! Wenn Sie sich selbst bewusst sind in Körper und Geist werden Sie niemals Opfer sein! Und das kann Kampfkunst und wahrer Kampfsport bewirken.
Seminare mit Shihan Stapel finden Sie unter: www.jujutsusgd.de oder Sie suchen im „Google“ unter dem Stichwort Shihan Michael Stapel.