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Was hat Sambucas nigra mit Selbstwert zu tun? Sambucas nigra ist der lateinisch Name für schwarzer Holunder. Er wächst schnell und seine Früchte dienen den Menschen zum Genuss oder als Heilmittel. Die Vögel und Insekten ernähren sich von ihm. Wer wäre nicht gerne bis ins hohe Alter „nützlich“ wie diese Pflanze? Für Menschen die sich unnütz finden, weil sie keine Beschäftigung mehr finden, hat Ewald Schadt ein Konzept entwickelt.
Er selbst bringt viel Lebenserfahrung mit. 19 Jahre war er als
selbständiger Grafiker tätig, arbeitete drei Jahre in der Christopherus
Gemeinschaft mit Behinderten und befindet sich jetzt im
Anerkennungsjahr als Arbeitserzieher.
Die Mitarbeit im „Blauen Elefanten“ motivierte ihn, ein Projekt anzugehen, resignierten Menschen auf ganz natürliche Art wieder Mut zum Leben, zur Gemeinschaft und zur Arbeit zu vermitteln. Grob beschrieben könnte man sagen: Man sucht Äste z.B. Weide am Bach und verarbeitet es dann gemeinsam in der Werkstatt. Die fertigen Werkstücke werden dann auf dem Markt angeboten. Von Stricknadeln bis zu Gartenmöbeln ist alles möglich. So können auch Langzeitarbeitslose wieder den Einstieg in die Arbeitswelt finden.
Ich frage ihn, ob das überhaupt realistisch sei. Es klingt doch irgendwie zu schön um wahr zu sein. Woher sollen die Gelder kommen? Und wie motiviert man die Leute zu so einem neuartigen Projekt?
Ewald Schadt schmunzelt: „Anwärter gibt es schon einige. Verschiedene Institutionen u.A. das Diakonische Werk haben ihre Unterstützung schon zugesagt. Und vor allen Dingen habe ich mit Freunden eine Genossenschaft gegründet.“
Im Juli haben sich bei einer Informations- und Gründungsveranstaltung in der Krone in Auggen gleich 24 Leute angeschlossen. 20 weitere haben ihre feste Zusage gegeben. Der Genossenschaftsanteil beträgt 200 Euro. Natürlich sind weitere Unterstützer gefragt und willkommen. Eine letzte Hürde muss noch genommen werden: Die geeignete Werkstatt ist noch nicht gefunden.
Vielleicht haben Leser des Markgräfler Bürgerblattes eine Idee? Idealerweise sollte sie ca. 100 Quadratmeter groß sein. Eine verwaiste Schreinerei wäre genial. Ein angrenzender Hof würde das ganze noch vervollkommnen.
Geplanter Projektstart ist im Januar 2007.
Ewald Schadt Löhlefeldstr. 3, 79379 Britzingen ist gerne bereit, Ihnen nähere Auskünfte über das Projekt zu geben. Email: eforrest@t-online.de, , Tel.: 07631/740287