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Reiner W. Schlebach
Das Herbstfestival der Fauststadt Staufen steht alljährlich unter
einem anderen Thema, dem es sich mit Theater- und Kabarettaufführungen,
Konzerten und Ausstellungen widmet. Das diesjährige Motto
„Spiegelbilder“ ist dabei nicht allein eine Anspielung auf den
Spielort, es beschreibt auch auf bildhafte Weise die Arbeit von
Künstlern. Künstler halten, jeder auf seine Weise, ihren Mitmenschen
einen Spiegel vor, in dem sich diese wiedererkennen können.
Alle aufgeführten Darbietungen der Kulturwoche Staufen vom 13. bis 24. Okt. finden, wenn nicht anders angegeben, im historischen Spiegelzelt auf dem Alfred-Schladerer-Platz statt, das, ursprünglich als Tanzpalast gebaut, eine ideale Clubatmosphäre für Publikum und Künstler bietet.
Die 17. Staufener Kulturwoche beginnt am Freitag, 13. Okt. um 16 Uhr in der Öffentlichen Bücherei Staufen mit „Der zerbrochene Zauberspiegel“. Mit virtuoser Zauberei und herrlichen Slapsticks bringt das Theater Mika & Rino eine Fortsetzung seiner Zauberlehrlings-Inszenierung auf die Bühne.
In der Aula des Faustgymnasium wird sich um 20 Uhr des gleichen Tages der Vorhang zu „Carmen“ der Georgian Companie Mimodram, dem Tanz- und Musiktheater aus Georgien, heben. Die Tänzerinnen, Tänzer und Pantomimen des georgischen Staatstheaters sind seit 1993 auf vielen europäischen Bühnen zu Hause und ernten überall stehende Ovationen. Ein optisch-akustischer Genuss!
Samstag, 14. Okt. um 20 Uhr gastiert das Galli-Theater Freiburg im Spiegelzelt mit einem Doppelprogramm. Zunächst: „Kein und Aber“. Zwei Männer, der eine auf der Flucht, der andere auf der Suche. Eine mythologische Komödie, eine mitreißende Mischung aus Psychothriller, Clownerie und Tragikomödie.
Danach die brisant sinnliche Komödie „Männerschlussverkauf“! Gisela sucht einen Mann, der noch nicht gebunden ist, gut aussieht, treu und reich ist, eben DEN Supermann! In witzigen Dialogen und grotesken Bildern platzt ein Traumbild nach dem anderen.
Am Sonntag, 15. Okt. um 11 Uhr liest Wolfram Siebeck, der bekannteste Gastronomiekritiker Deutschlands aus seinem Buch „Frau Hoffmann neue Erzählungen“. ´Frau Hoffmann´ heißt Siebecks Katze. Dazu kocht und serviert James Della Torre sein Menü á la Siebeck. Torre wurde 1963 in New York geboren, seit 1992 lebt und arbeitet er in Deutschland.
Am gleichen Tag um 20 Uhr: Harmonie Desastres „Meret & Ars Vitalis“. Die Schauspielerin und Sängerin Meret Becker und das geniale Chaos-Trio Ars Vitalis (Buddy Sacher, Peter Wilmanns und Klaus Huber) gehen erstmals gemeinsam mit Harmonie Desastres auf Tournee.
„Literatur, Musik & Nonsens“ so der Titel am Montag, dem 16. Okt. um 20 Uhr von Thommie Bayer & Friends. Thommie Bayer ist Musiker, Maler und erfolgreicher Schriftsteller. Schon seit Mitte der 70er Jahre trat er mit seinen Freunden Thomas C. Breuer und /oder Bernd Lassahn gemeinsam auf. Jetzt hat er sie auf die Bühne nach Staufen, seiner Wahlheimat, geladen.
Reiner Kröhnert! – Der Kabarettist Reiner Kröhnert gehört zu den begnadetsten Parodisten in der deutschen Szene. In seinem neuen Programm „Angie goes Hollywood“ lässt er am Mittwoch, 18. Okt. um 20 Uhr, nicht weniger als 17 Politiker, Künstler und Sportpromis in unglaublich echt wirkenden Fälschungen aus Gestik, Mimik und Sprache aufmarschieren.
Donnerstag, 19. Okt. 20 Uhr: „NOX – Lieder zur Nacht“. Liebe, Rausch, Schlaf, Mond, Traum, Erinnerung, Tod: eine Reise an das Ende der Nacht, ein Streifzug durch Sehnsüchte und Phantasien einer schlaflosen Nacht von und mit Gerd Köster (Gesang) und Dirk Raulf (Saxophone), mit Hartmut Kracht, Kontrabass und Hinrich Frank am Piano und Akkordeon.
Der amerikanische Ausnahmekünstler Peter Shub ist Preisträger des Silver Clown Anward des Monte Carlo Circus Festival, des Cirque de Demain Festivals Paris und erster Preisträger des Virginia Mime Festival. Am Freitag, 20. Okt. um 20 Uhr, tritt er mit seinem Soloprogramm „Nette Nacht für einen Abend“ auf, für das er beim Internationalen Theater Festival in Cannes mit dem ersten Preis der Jury ausgezeichnet wurde.
Wer kennt den unbeholfenen Franzosen mit der orangefarbenen Trainingsjacke, den ungekämmten Haaren und dem großen Puschelmikrofon aus dem Fernsehen nicht! Mit starkem Akzent und seinem Notizblock bewaffnet verwickelt Emmanuel Peterfalvi alias Kultreporter Alfons Passanten in Fußgängerzonen in Frage- und Antwortspiele. Mit „Seinen schönsten Umfragen“, eine Mischung aus Comedy, Satire und Reportage, unterhält er am Samstag, 21. Okt. 20 Uhr, sein Publikum auf das Beste.
Die „Die Popolski Show“ am Sonntag, 22. Okt. um 20 Uhr bringt „Die Wahrheit über die Erfindung der Popmusik“ endlich ans Licht der Öffentlichkeit. Die Popolski Brüder präsentieren der Welt ihre Songs so, wie sie ursprünglich gedacht waren.
Montag, 23. Okt. 20 Uhr: „Opern- und Operettenabend“ der Sparkasse Staufen-Breisach anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Sparkasse Staufen mit Werner Gröschel (Gesang) und Christian Seidel (Klavier).
Dienstag, 24. Okt.: „Wer ist der Mörder? – Waren Sie es?“ Das Publikum weiß es nicht, aber wissen es die Schauspieler? Düsteres Licht, spannende Musik, ein Blitz, ein Schrei – das Opfer liegt am Boden – die Ermittlungen beginnen. Die Schauspielerinnen und -spieler vom Theater L.U.S.T. aus Freiburg improvisieren unter Mitwirkung des Publikums um 20 Uhr einen abendfüllenden Krimi.
Die gesamte Programmübersicht, weitere Infos, Karten unter www.staufen.de , bei der Tourist-Info im Rathaus Staufen, Tel. 07633 - 805 36 .