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Die Belegabteilung für Urologie in der HELIOS Klinik Müllheim ist spezialisiert auf die schonende (minimal-invasive) Behandlung gutartiger und bösartiger urologischer Erkrankungen.
Seit diesem Jahr verfügt die Abteilung auch über einen Spezial-Laser zur Behandlung der gutartigen Vergrößerung der Prostata (BPH). Durch den Einsatz dieses sogenannten Greenlight-Lasers kann aufgrund der Blutungsarmut des Verfahrens der stationäre Aufenthalt für die Patienten deutlich verkürzt werden. Eine Zuzahlung durch die Patienten ist an der HELIOS Klinik Müllheim nicht erforderlich.
Die gutartige Vergrößerung der Prostata ist ein häufiges Leiden von Männern in der Altersgruppe ab 50 Jahren, welches sich durch Symptome wie schwachen Harnstrahl, häufiges und nächtliches Wasserlassen und Nachtröpfeln äußern kann. Bei Versagen medikamentöser Therapien kam bisher die klassische Prostataresektion (TUR-Prostata) zum Einsatz, eine elektrische „Abhobelung“ von Prostatagewebe mit einer Hochfrequenzschlinge, welche einen mehrtägigen stationären Aufenthalt erforderlich macht.
Die Greenlight-Laser-Therapie wurde in den USA entwickelt und verbindet die Vorteile der TUR-Prostata mit denen der Laserbehandlung. Hierbei wird der Laser unter Narkose in die Harnröhre eingeführt und verdampft das überschüssige Prostatagewebe, der behandelnde Arzt verfolgt hierbei die Arbeit des Lasers am Bildschirm. Durch die Laserenergie werden gleichzeitig die Blutgefässe so effektiv verschlossen, dass kaum Blutungen auftreten und so die Risiken der Behandlung für Patienten, welche blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen, minimiert werden können. Hierdurch kann auch der Katheter bald nach der Behandlung entfernt und der stationäre Aufenthalt deutlich verkürzt werden.
Das Wirkprinzip dieses Spezial-Lasers beruht auf einem Licht der Wellenlänge 532nm (grüner Bereich des sichtbaren Spektrums, daher der Name „Greenlight“), welches im Körper bei sehr geringer Eindringtiefe besonders vom roten Blutfarbstoff aufgenommen wird. Hierdurch wird das Prostatagewebe, welches gut durchblutet ist, oberflächlich Schicht für Schicht abgetragen und damit sowohl eine übermäßige Gewebeschwellung, als auch eine Schädigung tieferer Schichten (z.B. Nervenschäden mit Impotenz) vermieden. Hierdurch wird eine rasche und dauerhafte Besserung des Wasserlassens bei verkürzter Katheterisierungszeit und Dauer des stationären Aufenthaltes erreicht. Im Vergleich zu den bisherigen Verfahren ist das Risiko für Blutungskomplikationen oder Beeinträchtigungen der Sexualfunktion deutlich reduziert.
Da das Verfahren bei Verdacht auf eine bösartige Prostataerkrankung nicht eingesetzt werden sollte und ab einer bestimmten Größe der Prostata an Effektivität verliert, muss die Abwägung des für den jeweiligen Patienten optimalen Verfahrens gemeinsam mit dem behandelnden Urologen getroffen werden.