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Mit einem selbst zusammen gestellten Programm verabschiedeten sich
letzte Woche die vier Abschlussklassen der Alemannen-Realschule in
einer Feierstunde im Bürgerhaus bei nahezu tropischen Temperaturen. 101
von 104 Schülerinnen und Schülern hatten in den Tagen zuvor, ähnlich
schwitzend, erfolgreich die Abschlussprüfung bestanden und somit die
Mittlere Reife erworben.
Nach der Begrüßung durch die Schülersprecherin Ann-Kathrin Maiwald, die in einer kurzen Eröffnungsrede auf die vergangenen sechs Schuljahre zurück blickte und sich bei den Lehrern für die langjährige Betreuung bedankte, eröffnete die Musik-AG unter der Leitung von Bernd Wider mit dem Gesangstrio Lisa Frey, Emma Herweg und Stefanie Fehrenbach das Programm.
Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a hatten in kurzer Zeit 2 Szenen aus Schillers „Räubern“ (der diesjährigen Pflichtlektüre für alle Zehntklässler in Baden-Württemberg) einstudiert und trugen diese perfekt neu inszeniert vor. Man sah, dass die Klassik auch heute noch begeistern kann.
Mit einer gelungenen computergestützten Präsentation ihrer Abschlussfahrt nach Berlin wusste die Klasse 10b zu unterhalten. Anschließend durften ihre Lehrer in einem kurzweiligen Quiz erraten, hinter welchem Babygesicht sich welcher ihrer Schüler verbarg.
Allerlei Interessantes und Wissenswertes rund um Big Ben und Westminster Abbey wusste Peter Gauger vom London-Aufenthalt zu seiner Klasse 10c zu berichten.
Nach weiteren fetzigen Beiträgen der Musik-AG (mit Alexander Sehringer und Yasmin Dusi) führte Lisa Kunzmann aus der 10d mit zwei Freundinnen zu den Klängen von „Woman“ gekonnte Tanzakrobatik vor.
Inga Neidhardt, Jeanette Benz, Jochen Haupt und Peter Gauger, die Klassenlehrer der Abschlussklassen, verabschieden anschließen ihrer Jugendlichen in die ersehnte „Freiheit“ mit den besten Wünschen für die Zukunft.
Elternbeiratsvorsitzende Kerstin Münstermann-Luhr überbrachte die Glückwünsche der Elternschaft an die erfolgreichen Prüflinge.
Stellvertretend für Bürgermeister Dr. Rene Lohs gratulierte Peter Stecher zur erfolgreich bestandenen Prüfung. In seiner Ansprache betonte er den Stellenwert der Bildung heutzutage und die Bedeutung fortwährenden Lernens, das über den Fächerkanon der Schule hinausgehe. Die Schüller sollen sich auch in Zukunft nicht entmutigen lassen und es bei Misserfolgen immer wieder aufs Neue versuchen.
Schulleiterin Ingrid Fritz-Wölpert erinnerte in ihrer Rede daran, dass die endlich gewonnene Freiheit immer dort endet, wo sie die Freiheit anderer Menschen einengt. Solange man in Gemeinschaft mit anderen Menschen lebe, ist die persönliche Freiheit an Umsicht und Rücksichtnahme gebunden. Jeder müsse wissen, was er will und was er kann. Deshalb sollte jeder seine Begabungen und Fähigkeiten weiter entwickeln, vervollkommnen und sich in die Gemeinschaft einbringen. Ihr Dank galt allen Schülern, die das bereits in verschiedenen Funktionen an der Schule in der Vergangenheit getan haben.
Zahlreiche Ehrungen konnten am Ende der Feier die Schüler für ihrer erbrachten Leistungen aus den Händen von Rektorin Fritz-Wölpert und den Klassenlehrer in Empfang nehmen. Als Schul- und Klassenbeste erhielt Anja Bösinghaus mit einem Gesamtdurchschnitt von 1,6 von Bürgermeister-Stellvertreter Peter Stecher den Schulpreis der Alemannen-Realschule.
Ebenfalls mit einem Schulpreis wurden die Klassenbesten Emma Herweg, Martin Kalt, Elena Müller und Sarah Sieger ausgezeichnet. Den Preis der Lesegesellschaft Müllheim für das beste Ergebnis im Fach Deutsch bekam Christina Böhm. Die besten Leistungen im Fach Französisch I erbrachte Jessica Cottret, was mit dem Preis des Deutsch-Französischen Clubs belohnt wurde. In Französisch als zweite Fremdsprache wurde Ferhat Kavakli mit einem Buchpreis geehrt, ebenso wie Jessica Muglin in Englisch II mit der Wertung wie die erste Fremdsprache. Die Preise der Buchhandlung Beidek für herausragende Leistungen in den Fächern Mathematik und Englisch I gingen dieses Jahr an Benjamin Baumann und Janine Worszeck. Marie-Luise Draeger war die beste Schülerin im Fach Gemeinschaftskunde (Preis der Sparkasse Markgräflerland). Als bester Naturwissenschaftler (Biologie und Chemie) erwies sich Martin Kalt, der dafür den Preis der Volksbank Müllheim bekam.
Olga Schneider hatte in Mensch und Umwelt die Bestnote erzielt und durfte den vom Parkrestaurant Bürgerhaus gestifteten Preis in Empfang nehmen, während Roman Wiens den Technikpreis der Firma Hellma GmbH & Co. KG überreicht bekam. Den seit Jahren von Clemens Nassal ausgesetzten Preis im Fach Sport erhielt dieses Jahr Robin Dannmeyer. Anja Bösinghaus’ Leistungen wurden mit einem weiteren Preis im Fach Bildende Kunst, den das Mezzo-Cafe gestiftet hat, gewürdigt.
Ann-Kathrin Maiwalds Engagement für die Belange der Schülermitverantwortung (SMV) wurde vom Förderverein der Realschule mit einem weiteren Preis bedacht. Sie hatte auch das Publikum an diesem Abend charmant durch das Programm geführt. Mit der Zeugnisausgabe an alle Schülerinnen und Schüler und einem Abschlusslied der Schulband endete die Feierstunde.