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Die bisher
erschienenen Rezepte im Gourmet Club:
Pfifferlingssuppe
Sommermenü
Stubenküken
Mangosalat
Kokosbrot
Rotbarbenfilet
Holunderküchlein
Bauernhahn
Kaninchen
Kräutersuppe
Gefüllte Eier
Ostermenue
Fischsuppe
Lachs auf Currylauch
Forelle
Tafelspitzsülze
Staudensellerie
Blätterteigstangen
Weihnachtsmenü
Erbsencappuccino
Tomatenscampi
Schinkenmousse
Lauchkuchen
Kartoffelsuppe
Forelle
süßsauer
Gazpacho
Costoletta- Milanese
grüne Nüsse
Doraden im Ofen
Blätterteigspargel
Spargel
Rezept
Maischolle
Ostermenue
Bärlauchsuppe
Chili Maiskuchen
Ravioli mit Spinat
Matjesfilet
Sprossensalat
heißes Süppchen
Weihnachtsmenü
Fisch im Weckglas
Apple
Crisp
feiner Braten
Kürbis-Kürbis
Lachsforellensuppe
Pflaumentörtchen
Selleriesalat
Gemüse
Kompott
Himbeerbaiser
Sommermenue
„Costoletta milanese“ in Mailand oder ein Schnitzel in Wien,
verschiedene Gerichte, aber die Verwandtschaft ist unleugbar, und das zeigt
insbesondere die goldgelbe Panade. In einem alten Kochbuch habe ich unlängst
entdeckt, dass der knusprige „Goldmantel“ rund ums Kalbfleisch
nicht in Italien oder Österreich erfunden wurde, sondern die Spuren
nach Byzanz, ins alte Konstantinopel führen, wo in der „High
Society“ die Mode aufkam, Fleisch mit feinen Goldplättchen zu
panieren, um damit Wohlstand zu dokumentieren. Die Venezianer, seinerzeit
Rivalen der Byzantiner, übernahmen die Sitte, die sich dann rasch über
Padua, Vicenza und Ferrara bis nach Mailand ausbreitete. Sie fiel dann
allerdings im späten Mittelalter den Hungersnöten zum Opfer.
Das gleißende Blattgold wurde dann kurzerhand durch die wesentlich
billigeren goldgelben Brösel ersetzt. So ist es bis heute geblieben,
in Mailand, Wien und wo auch immer auf der Welt.
Mein Tipp für ein Schnitzel im Sommerkleid:
600 gr Schweinefilet / Schweinerücken oder Kalbsnuss / -schale, pariert
2 Eier
Salz
Semmelbrösel
Pfeffer aus der Mühle
Mehl
Öl oder Butterschmalz
Garnierung: 4 Tomaten, in dünne Scheiben geschnitten, 2 Bund Rucola, geputzt
Fleisch je nach Produktwahl mit Einfach- bzw. Klappschnitt portionieren (4 Schnitzel), Ränder leicht einschneiden, mit Klarsichtfolie bedecken und zart möglichst rund in Tellergröße plattieren (klopfen). Die Stärke der Schnitzel wird auf den persönlichen Geschmack abgestimmt, misst jedoch im Normalfall ca. 6 mm. Schnitzel beidseitig pfeffern und salzen, Eier mit Gabel verschlagen (nicht mixen), Schnitzel in Mehl wenden, durch Eier ziehen und danach in Semmelbröseln wenden, Brösel zart andrücken, leicht abschütteln. Reichlich Fett (Tiefe etwa 2-3 cm) in passender Pfanne erhitzen. Schnitzel in heißes Fett einlegen. Unter wiederholtem Schwingen der Pfanne die Schnitzel bräunen, mit Fleischgabel vorsichtig wenden, fertig backen, aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Garzeit ca. 3-5 Min. Die Schnitzel sollten nicht zu heiß serviert werden, sie werden vor dem Servieren mit Tomatenscheiben möglichst rund belegt. In die Mitte setzen Sie ein Tuff Rucola und wer mag, hobelt etwas frischen Parmesan darüber.
Das echte Wiener Schnitzel muss immer ein Kalbsschnitzel sein. Und auch wenn die Brösel heute nicht mehr, wie einst in Konstantinopel und Mailand, aus Blattgold sind, müssen sie doch zart goldbraun glänzen.
Ein frischer Perlwein von einem unserer hiesigen Winzer ist die ideale Ergänzung für diesen jahreszeitlich passenden Genuss. Guten Appetit.