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(sli)
„Mit ein paar Sonnenblumenkernen die uns eine Mutter im Frühjahr
geschenkt hat fing eigentlich alles an konkret zu werden“, erzählt
die Leiterin des Kindergarten Bremgarten Lena Baidin. Der Entwurf eines
neuen pädagogischen Konzepts für das „Erleben“ draußen
reifte zwar schon seit geraumer Zeit im Kopf der Kindergartenleiterin heran.
Mit den geschenkten Samen verselbstständigte sich der lang gehegte
Wunsch nach einem „Kinder-Garten“ dennoch wie von selbst. Hinter
dem pädagogischen Konzept „naturnaher Außengelände“
für Kindergärten und Schulen steht die Idee, Kinder an vielfältige,
sinnliche und emotionale Erfahrungen, rund um das Thema Natur heranzuführen.
Im Außenbereich des noch recht jungen Kindergartengeländes waren
von Beginn an auch Hecken und Beerensträucher gepflanzt. Seit Ende
März findet sich nun dank der tatkräftigen Mithilfe von Erzieherinnen,
Kindern und dem Gemeinde-Bauhofteam, neben allerlei Spielgerät und
dem traditionellen Sandkasten, ein neues Blumen- und Gemüsebeet darin.
Selbst die Kleinsten der Kleinen haben emsig gezupft, gehackt und mit ihren
Schubkarren die Erde hin und herbewegt. Bei diesen Temperaturen ist das
Gießen der Pflanzen mit Wasserschlauch und Gießkanne mittlerweile
einer der Lieblingsbeschäftigungen der Kinder geworden. Begeisterung
natürlich auch beim derzeitigen „Vernaschen“ der Ernte
von Erd-, Johannis- und Brombeeren. Demnächst dürfen aus dem Gemüsebeet
die ersten Kartoffeln, Bohnen und Tomaten geerntet werden. Von den Kräutern
und Lavendelstauden an denen die Kinder nicht genug „schnuppern“
können nicht zu schweigen. Tatsächlich ist es so, dass die Kinder
sehr wachsam bei der Sache sind was sich in ihrem Garten tut. Wenn vom künftigen
Ertrag der Beerensträucher „überhaupt“ etwas übrig
bleibt, schmunzelt die Leiterin, „könnten die Kinder an die weitere
Verarbeitung der Früchte zu Marmelade oder Saft herangeführt werden“.
„In den nächsten Jahren“, so der Wunsch Lena Baidin, darf
ruhig immer ein Stückchen mehr zum „Kinder-Garten“ hinzuwachsen.