| Home
| Impressum | Anzeige
aufgeben
![]()
![]()
![]()
![]()
Ein voller Erfolg wurde das Kindermusical „Der mit dem Wolf tanzt“, das am 19. Mai 2006 in der Mengener Festhalle aufgeführt wurde. Die Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt, als sich der Vorhang hob für das große Gemeinschaftsprojekt des Musikvereins Mengen mit dem Kindergarten Mengen.
Im Herbst 2005 hatte der Jugendleiter des Musikvereins, Michael
Müller, eine Idee. Er wollte die Jugendlichen im Verein mit einem ganz
besonderen Konzertauftritt begeistern: Ein Musical - das wäre es!! Bei
der Leiterin des Mengener Kindergartens, Gudrun Holz-Cyriax, rannte er
offene Türen ein: Kinder und Musik - eine perfekte Kombination!
Gemeinsam sichtete man daraufhin Noten und suchte nach geeigneten
Themen oder einem Stück, das sowohl für Jugendorchester als auch für
Kindergartenkinder geeignet war. Doch das war schwieriger, als zunächst
angenommen. Kurzerhand entschloss man sich, etwas Eigenes auf die Beine
zu stellen.
Als Grundlage dienten einerseits die grandiose Filmmusik von John Barry für den oscargekrönten Filmklassiker „Der mit dem Wolf tanzt“, von Jay Bocook, und andererseits ein Buch mit dem Titel „Fliegende Feder“, in dem Geschichten über die indianische Kultur, Tänze, Lieder und Bastelvorlagen enthalten waren. Dies war die Basis für ein selbstentwickteltes „Drehbuch“.
Das Mengener Jugendorchester begann im Januar 2006 unter der Leitung von Michael Müller mit den Proben. Die Blockflötenkinder des Vereins übten ebenfalls spezielle Lieder für das Musical ein. Zeitgleich begann im Mengener Kindergarten die Vorbereitung: Die Erzieherinnen stimmten die Kinder mit Geschichten und Vorlesungen Mal- und Bastelaktionen über die indianische Kultur auf das Thema ein, übten indianische Tänze und Lieder mit den Kindern. Die Kinder waren stets mit großer Begeisterung und Feuereifer bei der Sache.
Bei Deko und Bühnenausstattung arbeiteten Musikverein und Kindergarten Hand in Hand: Es wurde gemalt, mit Pappmaché modelliert, und zahllose Requisiten gebastelt. Ein komplettes Indianer-Dorf entstand.
Etwa 5 Wochen vor der Aufführung wurde bei einem Probenwochenende wurden die bis einzeln einstudierten Teile in einen Zusammhang gebracht. Trotz des erwarteten Durcheinander, machte es aber allen großen Spaß.
Der monatelange Einsatz, die Proben und der Aufwand wurde am Abend der Aufführung belohnt mit einer bis auf den letzten Platz gefüllten Halle. Die Zuschauer waren begeistert von der kindgerecht vereinfachten und gekürzten Geschichte des Leutnants John Dunbar, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Kontakt mit den Sioux-Indianern bekommt und erst erstaunt über deren fremdartige Kultur ist, dann aber Respekt vor ihrer Lebensweise bekommt und Freundschaft mit ihnen schließt. Die Kinder setzten die Geschichte ausdrucksstark und mit großer Spielfreude in Szene. Sichtlichen Spaß machte den Kindern u.a. der „Kampf“ gegen einen feindlichen Indianerstamm, bei dem es auf der Bühne handfest zur Sache ging. Die Büffeljagd wurde als wilde Verfolgung quer durch die Mengener Halle mit Jubel und Szenenapplaus des Publikums bedacht. Die Leiterin des Kindergartens hatte es übernommen, als Erzählerin die Fäden der Geschichte zusammenzuhalten und erklärende Hinweise zum Geschehen zu geben.
Den stürmischen Applaus belohnten die Kinder mit einem der schönsten Lieder des Abends, „Barfuss im Gras“. als Zugabe. Für das Publikum stand fest, dass sich der Besuch des Musicals hundertprozentig gelohnt hat. Sowohl den Jugendlichen des Orchesters als auch den Kindergartenkindern hatte dieser Abend besonderen Spaß gemacht und sie waren stolz auf ihre Leistungen - das war ihren Gesichtern deutlich abzulesen.
Bleibt zu hoffen, dass die Bemühungen der Verantwortlichen zur Ausgestaltung des kulturellen Lebens in der Gemeinde auch weiterhin eine breite Unterstützung findet, dann darf man auf die nächste Veranstaltung gespannt sein.