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Bad Krozingen (Ri). Mit einem gelungenen Konzert, das kürzlich im vollbesetzten Kurhaus in Bad Krozingen stattfand, zeigten der Akkordeonclub Bad Krozingen, das Ensemble „Clantimoro” und der Erste Freiburger Akkordeonclub mit einem abwechslungsreichen Programm auf hohem Niveau, dass das Akkordeon keineswegs altmodisch ist. Im Gegenteil: Das Akkordeon ist viel mehr als Ländler-Harmonika und Schifferklavier, nämlich ein oft verkanntes, lebendiges und erstaunlich vielseitiges Instrument.
Das 14. Doppelkonzert zählte einmal mehr zu den kulturellen und musikalischen Höhepunkten. Zum Konzertbeginn bot das Akkordeon-Ensemble „Clantimoro” mit Markus Wagner, Andrea Rieß, Rolf Hoffmeister, Franz Schindler und Jörg Müller Kammermusik vom Feinsten. Mit zwei Sätzen aus dem Streichquintett in Es-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart huldigten sie dem großartigen Komponisten anlässlich seines 250. Geburtstages.
Auch das Erste Orchester unter der bewährten Leitung von Birgit Sablowski hatte mit der Ouvertüre zu „Titus” ein Mozart-Werk im Programm, durch das der 17-jährige Tim Schwald gekonnt und erfrischend führte. Höchste Konzentration und viel Fingerfertigkeit wurde den 22 Spielerinnen und Spielern bei der viersätzigen, dynamischen Suite von Rudolf Bruci abverlangt. Nach zwei unterschiedlichen Tangos, einem klassischen und einem Tango Nuevo, folgte mit Paul Desmonds „Take five” ein weiterer Höhepunkt. Begleitet von Thilo de Gregorio am Flügel wurde Schlagzeuger Stefan Geisselbrecht von drei Akkordeonspielern an der Percussion verstärkt, was in einem wilden Salsa-Mambo endete.
Der traditionsreiche Erste Freiburger Akkordeonclub unter der Leitung von Jürgen Ehret gestaltete den zweiten Teil des Konzerts und begann mit der sehr filigranen „Serenade E-Dur” von A. Dvorak. Danach hatten sich die zwölf Akkordeonisten dem Thema „Spanien” verschrieben: In gewohnter Perfektion boten sie neben dem bekannten Titel „Asturias” (I. Albeniz) mit „Habanera und Malaguena” (P. Kühmstedt) und der „Spanischen Fantasie” von Werner Niehues abwechselnd melancholische Melodien und feuriges Temperament.
Fazit: ein erfolgreicher Abend mit Musik auf hohem Niveau - war doch kein Stück darunter, das nicht virtuose Orchesterfähigkeiten verlangt hätte. Die ganze Bandbreite und musikalische Klangvielfalt des Akkordeon wurde gezeigt - wird dieses doch oft nur einseitig als Volksmusik-Instrument angesehen. Die zahlreichen, bis zum letzten Ton aufmerksamen Zuhörer wurden eines Besseren belehrt und dankten es mit kräftigem Applaus.
www.hac-bad-krozingen.de