Kampfkunst

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Die Welt über die Kampfkunst kennenzulernen

ja, das sei schon seit seiner Kindheit ein Traum gewesen. Aber, daß ihn ein Club aus 25000 km Entfernung einladen würde, um ein Seminar zu geben, daß hätte er damals noch nicht einmal im Traum gedacht. Denn auch im weit entfernten Polynesien scheint man ihn schon zu kennen – Shihan Michael Stapel – 6. Dan Ju-Jutsu – aus dem Sui-Getsu-Dojo® Müllheim.

KampfsportEin polynesischer Kampfsportler kaufte über Internet Shihan Stapel´s Ju-Jutsu Lehr-DVD Serie. Unmittelbar danach kam auch schon die Einladung ins Haus. Großzügig gesponsert von der polynesischen VaKa Pacific Trading Company, die ihren Sportlern auf Cook Island ein außergewöhnliches Seminarvergnügen bieten wollte. Das polynesische Fernsehen zeigte großes Interesse für die Veranstaltung und sendete zwei ausgestrahlte Interviews und Berichte über Shihan Stapel. Die begeisterten und talentierten Teilnehmer des Seminars untermauerten die erfolgreiche Veranstaltung.

Wie alles begann? - 10 Jahre alt sei er gewesen, sagt Shihan Stapel, als er in der Schule unter der Gewalt anderer zu leiden hatte. Und da schenkte ihm sein Großvater ein Magazin mit einem Bericht über japanische Kampfkünste. Verschlungen habe er diesen Bericht, und seit dieser Zeit alles Geld in Fachbücher gesteckt, in unzähligen Clubs und auf Seminaren trainiert um sich mit dem Thema Gewalt auf anderem Weg auseinanderzusetzen.

Und es hatte funktioniert! Als er dann später seinen Dienst als Polizeibeamter versah, half ihm sein Wissen darüber mehrfach seine Gesundheit, ja sogar sein Leben zu schützen und auch anderen zu helfen. Den Unterschied zwischen Fiktion und Realität in der tatsächlichen Selbstverteidigung lernte er in dieser Zeit in aller Deutlichkeit am eigenen Leib kennen. Da kristallisierte sich auch schon heraus, daß er seine Trainertätigkeit nur beruflich weiter ausüben konnte, denn nur mit täglichen Training konnte man sich nach oben arbeiten. Als Ausbilder innerhalb der Polizei, später als Honorartrainer für diverse Clubs und Verbände kam er unweigerlich zu dem Punkt sich seinen eigenen Weg als professioneller Trainer zu bahnen. Seinen Trainerberuf hat er von der Pieke auf gelernt. An der Uni Köln machte er seine Trainerlizenz, für den deutschen Judo- Ju-Jutsu-Verband war er als Trainer tätig. Und selbst Bodyguard-Akademien und Sicherheitsdienste buchen ihn mittlerweile als Personal-Trainer. Aber er hätte nie gedacht, daß es 38 Jahre Training dauern würde bis ihm internationale Akzeptanz zuteil wurde. Doch das Warten mit langen Durststrecken hätte sich gelohnt. Ein großer Verdienst sei seiner Frau zuzuordnen, die seine Idee mit allen Kräften bis heute unterstützt.

Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Polynesien wartete gerade 6 Std. später das nächste Flugzeug, das ihn an die Nordseeküste zu einem weiteren Seminar brachte. Viele Stationen warten noch für 2006: Deutschland, Schweiz, Frankreich, England, Dänemark, Japan,….. Sein Terminkalender ist voll und die Planung ginge schon bis Ende 2007.

Wie sein Altmeister in Japan zu sagen pflegt: „Früher haben Kämpfe Menschen auseinandergebracht – heute bringt die Kampfkunst sie wieder zusammen.“ Genau das ist Shihan Stapel`s Credo. Mein Ju-Jutsu ist eine internationale Sprache, sagt er, eine Sprache die jeder verstehen, jeder lernen kann, um dann über alle Grenzen hinweg zu kommunizieren.

JujutsuDer Anspruch an seine Schüler sei hoch. Intellektuell und körperlich. Denn nur wer dazu bereit sei immer mehr zu erfahren, immer mehr wissen zu wollen, dem würde sich ein unendliches Kampfkunst-Universum eröffnen. Ganz automatisch würde man sich dadurch vielen weiteren Themen widmen: Kultur, Geschichte, Sprache, Medizin, Philosophie, Religion. Alles sei mit diesem Thema vernetzt. Schon lange sei er daran ein Buch über dieses unerschöpfliche Thema zu schreiben, aber ihm fiele immer etwas neues ein. Es wird wohl noch eine Zeitlang dauern, bis es endlich fertig sei.

Dafür kann er zwischenzeitlich als Autor für das renommierte Magazin Cultura Martialis altes und neues Wissen aus dem Bereich der Kampfkunst an interessierte Leser vermitteln. Das sei echt harte Arbeit, ganz anders als ein hartes Training – aber es sei das Salz in der Suppe, meint Shihan Stapel.

Er habe noch ein Menge vor. Und wenn er anderen sagt, daß er jetzt „noch 60 Jahre weiter trainieren würde, spürt er förmlich“, daß sie glauben es sei ein Scherz. Aber er meint es ernst. Und lächelnd fügt er hinzu: „Sie können mich dann vielleicht nicht mehr am Gesicht erkennen, aber definitv an meiner Trainingskleidung“.

Weitere Aktivitäten von Shihan Michael Stapel finden sie unter: www.jujutsusgd.de

 

 

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