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ESCHBACH
(sli) Nicht einmal die alle paar Minuten vorbeiratternden Züge bringen
die 8 Jungs und Mädels hier aus dem Konzept. Ganz genau hören
sie zu, was ihnen ihre „Lesepatin“ Petra Jacobitz heute über
die drei „Sternbringer“ Freunde erzählt. Seit Ende März
gibt es jeden Samstag von 15 - 16 Uhr, im Eschbacher Pfarrhaus, eine Vorlesestunde
für Kinder von 4 bis 7 Jahren. Dem katholischen Pfarrgemeinderat, unter
Federführung von Beate Riesterer, gelang es nach Bastelmittag und Minitreff,
ein weiteres Angebot für Kinder im Ort zu etablieren. „Wir haben
uns vorgenommen Bewegung in die örtliche Kinder - und Jugendarbeit
zu bringen“, so Beate Riesterer. Das Konzept „lebendige Gemeinde
Eschbach“ soll in den nächsten 5 Jahren Wirklichkeit werden.
Die Kinder - und Jugendarbeit ineinander übergreifen und altersgemäß
abgestimmt sein. Für die 4 - 7 jährigen bot sich die Idee zum
Vorlesen an. Zumal Studien belegen, dass die meisten Kinder zu Hause immer
weniger lesen und vorgelesen bekommen. Wie wichtig den Eltern das neue Angebot
ist, davon zeugt die von Beginn an gute Resonanz. „5 - 12 Kinder sind
immer da, auch bei schönem Wetter“, berichtet Lesepatin Petra
Jacobitz. Sitzkissen, Schere, Kleber und Papier genügen um die Stunde
zu gestalten. Abwechselnd stehen 8 Lesepaten (auch ein Mann) zur Verfügung.
Schnell sind die Sitzkissen auf dem gemütlich knarrenden Dielenboden
verteilt, die Plätze eingenommen. Dann kann es losgehen. „Lesepatin“
Petra Jacobitz hat sich für die Kinder die oben erwähnte „Sternbringer“
Traumgeschichte ausgesucht. Mit ruhiger, bedächtiger Stimme liest sie
den mit gespitzten Ohren vor sich sitzenden Jungen und Mädchen vor.
Bald sind die Kleinen in die Geschichte versunken, kommentieren immer wieder
in die Handlung hinein und bestaunen mit großen Augen die bunten Bilder
im Buch. Nach dem Erzählen folgt dann immer eine Aktion. Mal wird gemalt,
die Geschichte nachspielt oder etwas gebastelt. Riesige Freude bei den Kleinen
als Beate Riesterer und Petra Jacobitz goldglänzendes Bastelpapier
auf dem Boden verteilen. Sterne im Mai! Ja das kommt an, noch dazu ein „Traumbringer
- Stern“. Gar nicht genug können die Kinder vom Nachmalen der
Sternvorlage und dem Ausschneiden derselben bekommen. Für Mama, Papa,
Oma, Opa - und ja, man sieht es an den glänzenden Augen - einfach auch
für einen selbst zu Hause unter das Kopfkissen. Während dem Basteln
wird fröhlich nach rechts und nach links geplappert, die Geschichte
weitergesponnen oder von eigenen Träumen erzählt. Die Kinder erleben
Gemeinschaft und Zusammenspiel. Sie reflektieren bereits in der Gruppe den
vorgelesenen Text und die Lesekompetenz wird gefördert. „Keinesfalls
aber“, möchte das Pfarrgemeinderatsteam um Beate Riesterer noch
betont wissen, „sollen die Kinder hier missioniert werden“.
Eschbachs Lesemittage stehen allen Kindern offen. Eltern sind zum Zuhören
immer willkommen. Die Lesestunde am Samstag findet noch bis Ende Mai, maximal
Juni statt. Danach wird es im Herbst weitergehen. Weitere Auskünfte
bei Beate Riesterer, Tel.07634/4223.
zum Bild: Seit März treffen sich Eschbacher Kinder um einmal in der Woche spannenden Geschichten zu lauschen. Manchmal können sie wie Janine, Dennis, Lisa, Julius, Laura, Mica, Madeleine und Sebastian, dazu noch selbst gebasteltes z.B. echte „Traumbringer-Sterne“ mit nach Hause nehmen (im Bild von li. Lesepatin Petra Jacobitz und Pfarrgemeinderätin Beate Riesterer)