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auf Tour geht, wartet meist ein lohnendes Abenteuer. Toni Zähringer und sein 14 jähriger Sohn Kai aus Britzingen suchen die Herausforderung bei Kletter- und Bergtouren. Der Versicherungskaufmann und Firmenberater lässt sich schon seit über 25 Jahren von der Bergwelt faszinieren.
Die
„Einstiegsdroge“ erlebte er 1978 in Chamonix- Petite Aiguille
Verte in den französischen Alpen, als er mit seinem Bruder eine Dreitagestour
durchführte. Von ihm erlernte er die ersten nötigen Kenntnisse.
Im folgenden Jahr führte er gleich drei Touren durch. Eine zum Mont
Blanc. Mit Tourenskiern überquerten sie die Gletscher bis zu einer
Berghütte. Ein anstrengender Aufstieg um 24 Uhr mit Stirnlampe wurde
mit einer atemberaubenden Rundumsicht auf dem Gipfel belohnt. In Begleitung
von seinem Bruder oder seinen Freunden bestritt er dann zwei bis drei Touren
im Jahr.
Wie zu erwarten, ist diese Leidenschaft fürs Klettern in der Bergwelt für die Kinder Anne und Kai ansteckend gewesen. Mittlerweile hatte auch Toni Zähringer einige Kurse absolviert. Z. B. einen Eiskurs .Dort lernt man u. a. Seiltechnik, Steigeisentechnik, wie man auf Eis läuft oder wie man jemanden aus einem Gletscher rettet. Auch ein Lawinenkurs folgte. Dort erwirbt man Kenntnisse, wie man sich auf verschneiten Bergen verhält, keine Lawinen auslöst oder wie man jemanden sucht und rettet, der von einer Lawine überrascht wurde. Natürlich ist Fachliteratur auch ein guter Berater. So konnte er dem damals sechsjährigen Sohn und der neunjährigen Tochter das Abseilen, die notwendigen Knoten- und Sicherungstechniken und vieles mehr beibringen. Geübt wurde in den Klettergärten im Münstertal und Oberried, in der Kletterhalle in Weil oder auch mal am großen Nussbaum im eigenen Garten. Kai entwickelte die gleiche Vorliebe für das Hobby seines Vaters und wann immer es möglich ist, will er dabei sein. Der Vater plant die Routen langfristig und ausführlich.
Manchmal kommt auch Anne mit. Leider kann die Ehefrau wegen ihrer Höhenangst das aufregende Hobby nicht mit der Familie teilen. Natürlich muss man gut trainiert sein, um so eine mehrtägige Tour gut zu überstehen.
Das
ist kein Problem, denn Toni Zähringer hält sich mit Joggen, Radfahren
und Skilaufen fit. Kai bevorzugt Basketballspielen, Skifahren und vor Allem
Mountainbike fahren. Die Bergtouren haben Schwierigkeitsgrade von 1-10.
Zähringers ziehen es vor, nicht den Schwierigkeitsgrad vier zu überschreiten,
um kein größeres Risiko einzugehen. Trotzdem hält man bei
den teilweise gefilmten Tourabschnitten die Luft an. Ganz ungefährlich
ist es trotz guter Ausbildung, Ausrüstung und Routenplanung nicht.
Objektive Gefahren wie Steinschlag, Lawinen oder Unwetter lassen sich nicht
hundertprozentig ausschließen.
Als beide bei einem Abstieg 2003 von einem Steinschlag getroffen wurden (der relativ glimpflich verlief), brauchte Kai eine Pause von einem Jahr um dann wieder mit neuem Mut die nächste Tour anzugehen.
Auf einigen Touren sind anspruchsvolle sogenannte Klettersteige dabei. Mittlerweile darf auch Kai den Vorstieg machen. „Er ist geschickter, flinker und leichter“ meint sein Vater ohne ihm schmeicheln zu wollen. Dabei hakt er sich mit seinem Brustgeschirr in den vorhandenen Haken ein und sichert mit Karabinerhaken das Seil für das folgende Team.
Am Besten reist man einen Tag früher an, um sich zu akklimatisieren und früh aufbrechen zu können. Die Liste der mitzunehmenden Utensilien ist lang. Da dürfen Dinge wie Helm, Höhenmesser, Kompass usw. nicht fehlen.
Das Tourenbuch von Toni Zähringer liest sich stellenweise wie ein Krimi und man kann das Glück bei einem erfolgreichen „Gipfelsturm“ gut nachempfinden. Kais Augen leuchten, als ich ihn nach den schönsten Erlebnissen frage: „Die Tour bei Belalp um den See oder das Jäggihorn in Sassgrund oder in den letzten Ferien das Abseilen von den Klippen in der Bretagne.“ Toni Zähringer meint, dass eigentlich alles großartig war. Aber die Touren auf den Mont Blanc und die Tour, bei der er mit Freunden an fünf Tagen fünf 4000 er im Monte Rosa Gebiet bestiegen hatte, werden ihm unvergesslich bleiben.