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Basel (hgk). Bewacht wie Fort Knox, wird in den Hallen der Messe Basel mit der „Baselworld“ die weltweit größte und bedeudendste Schau der Uhren- und Schmuckindustrie eröffnet. Auf 160 000 Quadratmetern präsentieren vom 30. März bis 6. April rund 2300 Aussteller aus 45 Ländern ihre neuesten Kollektionen und Modelle. Nicht zuletzt gilt die Messe auch als wichtiger Wirtschaftsindikator. Klar im Trend: Luxusgüter der oberen Preisklasse, was sich deutlich in der Verwendung der Materialien niederschlägt.
Gespannt dürfen daher die über 90 000 erwarteten Besucher darüber sein, was die neu eingerichtete Halle „First Avenue“ alles zu bieten hat. „Mit der „First Avenue“ wollten wir den Firmen eine exklusive Ambiente in einem markengerecht gestalteten Umfeld schaffen“, erklärte Messeleiterin Sylvie Ritter. Das Ganze soll eine „Durchdringung“ der Uhren- und Schmuckbranche im Bereich der Luxusmarken bieten. So finden sich dort gleich dreistöckige Ausstellungspaläste, in denen die Weltmarken ihre exklusiven Neuheiten vorstellen.
Edle Steine, Rundgehäuse, neuartige Materialien und berühmte Modelle in neuer Form versprechen etwa die Hersteller aus dem Gastgeberland, die gleich mit 40 Neuheiten von 33 Spitzenmarken vertreten sind. Rotgold, Weißgold und Platin sind bei der Verwendung von Materialien zwar nach wie vor bestimmend, bekommen aber immer mehr Konkurrenz von Keramik, Titan und Kevlar. Besonders freuen darf sich die Damenwelt, die sich mit filigran eingesetzten Edelsteinen auf den Uhrengehäusen verwöhnen lassen dürfen. Außerdem sind dem Design kaum Grenzen gesetzt. Dominierend die klassischen Rundformen aber auch der mehrkantigen und vor allem der quadratischen Gehäuse, die bei so manchem Uhrenliebhaber ein Dèjá-vu-Erlebnis hervorrufen.
Von großer Bedeutung auch die Gestaltung des Ziffernblattes, das nicht zuletzt in einem geradezu geschwisterlichen Verhältnis zum feingliedrigen Räderwerk im Innern steht. Dort werden mit Raffinesse Mondphasen und die Weltzeiten errechnet und kühne technische Abstraktionen auf die tausendstel Sekunde einmontiert. Gerade im Bereich von Design und Technik, haben die Eidgenossen mit Hongkong einen ernst zu nehmenden Konkurrenten bekommen. In einer eigenen Halle präsentiert der ehemalige Trabant der Kronkolonie England eine enorme Breite der Uhren- und Schmuckkunst. Eher Bieder dagegen die deutsche Präsentation, die allerdings mit dem Hause Lange wieder einen kreativen Schub in der Uhrmachkunst erhalten hat.
„Baselworld-Weltmesse für Uhren- und Schmuck“ vom 30. März bis 6. April. Öffnungszeiten 9-18 Uhr. Am letzten Messtag bis 16 Uhr.
Messeleiterin Sylvie Ritter hat gut lachen. Die „Baselworld zieht jährlich ein buchstäblich hochkarätiges Publikum in die gesamte Dreiländerregion. H.G. Kotschote