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Eine Freundin macht mich neugierig:
„Du müsstest einmal die Mangas sehen, die Désireé Bein malt!“
Mangas, was ist das eigentlich?
Mangas sind traditionelle japanische Bildergeschichten.
Aber erst im Jahr 2000 wurden Mangas in Japan als eigenständige Kunstform anerkannt. Inzwischen hat sich in der westlichen Welt der Begriff Mangas, für Comics, also Zeichnungen japanischen Ursprungs und Prägung, durchgesetzt.
Die Neuenburger Gymnasiastin Désireé Bein ist 19 Jahre alt
und motivierte Sportlerin. Sie lässt sich für fast jede Sportart
die mit einem Ball zu tun hat begeistern und spielt in der ersten Damenmannschaft
in Schliengen Fußball. Inliner fahren, auch in der Halfpipe, ist
immer wieder ein Ausgleich für ihr unfreiwilliges Hobby, dem Lernen.
Doch wenn‘s irgendwie geht, malt sie Mangas.
Schon als Sechstklässlerin hat sie diese für uns ungewöhnliche Comicart begeistert und war angespornt sie zu erlernen.
Für viele ihrer Bekannten war das derzeit unverständlich, denn populär wurden die Mangas bei uns erst in den letzen drei bis vier Jahren. Mit der Zeit entwickelte sie ihren eigenen Stil, da ihr die herkömmlichen Mangas zu schematisch waren. Ihre Kunstlehrerin motivierte sie, neue Materialien und Techniken auszuprobieren und half ihr so weiter zu kommen.
Jedes Bild spricht für sich: Die starken Konturen und Kontraste drücken Spannung und Energie aus. Man erkennt daran Désireé Beins Liebe zu Gegensätzen. Freunde wünschten sich Bilder von ihr. Das war ihr größter Ansporn für die Perfektion der Details.
Sie entwarf kurze Comics. Eines erschien sogar als CD-Hülle der Band „Call David“. Eine großes Erfolgserlebnis war auch ein Preis an der Winterausstellung 2004 in Neuenburg. Ob sie später einmal ihr Können beruflich einsetzen kann? „Das wäre zu schön. Aber zuerst möchte ich unter Anderem Kunst auf Lehramt studieren. Wenn ich nach dem Abi wieder Zeit habe, würde ich am Liebsten einen Zeichentrickfilm produzieren.
Sabina Dobslaw