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Sobald der letzte Schnee verschwindet, ist der Bärlauch wieder an Bachläufen oder in lichten Au- und Laubwäldern zu finden. Warum es also nicht dem Bären - seinem Namensgeber - gleichtun und nach einem langen Winter die gesunde Wildpflanze genießen.
Die Blätter des Bärlauchs werden als schmackhaftes Wildgemüse gegessen. Die Inhaltsstoffe gelten unter Fachleuten als noch gesünder als bei Knoblauch. Wenn der Bärlauch zerkleinert und roh unter Salate oder andere Speisen gemischt wird, bleiben seine wertvollen Geschmacksstoffe und der hohe Vitamin-C-Gehalt am besten erhalten. Durch Erhitzen gehen diese teilweise verloren.
“Bärlauch wird beim Sammeln immer wieder mit dem Maiglöckchen und den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen verwechselt, mit häufig tödlichen Folgen”, warnt Rainer Stoll. Ein Erkennungszeichen: Nur Bärlauchblätter riechen beim Zerreiben nach Knoblauch. Allerdings bleibt der Geruch lange Zeit an den Fingern zurück und bei der nächsten Probe könnten die Blätter verwechselt werden. Ein Bestimmungsbuch hilft, um die sich ähnelnden Pflanzen vor Ort sicher unterscheiden zu können.
“Die Beliebtheit des Bärlauchs ist erheblich gestiegen. Manche Bestände sind dadurch stark zurückgegangen”, sagt Stoll. “Daher sollten von einzelnen Pflanzen nur ein oder zwei Blätter sauber mit einem Messer abgeschnitten werden, damit sie das nächste Jahr wieder austreiben können. In Naturschutzgebieten zu sammeln, ist natürlich tabu.”
Wer den Bärlauch im eigenen Garten ernten möchte, findet im Handel ein breites Angebot. Bärlauchzwiebeln können ganzjährig in frostfreien Boden gepflanzt werden. Der Bärlauch bevorzugt schattige Plätze unter Bäumen oder hinter Mauern, wo zudem wenige andere Pflanzen gedeihen. Dort breitet er sich schnell aus.
Weitere Tipps und Verhaltensregeln, die dazu beitragen, die Natur unbeschwert genießen zu können, gibt der Ratgeber „Trotz Zecke, Wespe, Fuchsbandwurm“, der gegen fünf Briefmarken zu 0,55 Euro bestellt werden kann beim NABU Baden-Württemberg, Tübinger Str. 15, 70178 Stuttgart, Tel. 0711-96672-12, Fax -33, E-Mail: service@nabu-bw.de, www.nabu-bw.de