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Freiburg (rs) - Im Winter 2004 / 2005 gab es an einem Strommast der badenova
am Blankenhornsberg, zwischen Ihringen und Breisach gelegen, dreimal hintereinander
einen Stromausfall. Exakt im Abstand von vier Wochen war es immer der gleiche
Schaden an immer dem gleichen Strommast, der den ganzen Berg mit einigen
Gehöften und dem Weinbauinstitut in Dunkelheit legte. Die Stromleitungsspezialisten
entdeckten, dass das dicke Stromkabel an der Stelle, an der es in mehreren
Metern Höhe frei aus dem Betonmast herauskommt, vollkommen durchgeschmort
und abgebrannt war. Mit großem Aufwand und unter Einsatz von Notstromaggregaten
mussten die badenova-Experten stets den Schaden beheben. Als sie den Mast
nach vier Wochen erneut kontrollierten, war das Kabel zwar noch nicht durchgebrannt,
aber massiv beschädigt. Ein Fachgutachter stellte fest, dass ein Tier,
ein Specht daran gewütet hatte.
Nun stellte sich die Frage, wie man einen Specht vom Zerhacken des Kabels abhalten kann, ohne dass man ihm gleich an die Federn geht.
Ein Hobbyornithologe wusste, dass ein Specht das Revier räumt, wenn bereits ein Rivale den Platz besetzt hält. Ein Blech-Specht wird vom echten Specht als ein solcher Rivale erkannt und akzeptiert. Deshalb sitzt an diesem badenova-Strommast seit einigen Monaten ein großer schwarzer Blech-Specht. In Skandinavien ist der Einsatz von Blech-Spechten bei Stromversorgern zum Schutz der Leitungen weit verbreitet. Eine Spezialfirma in Norddeutschland lieferte den Blechspecht, montierten ihn an dem Breisacher Strommast, und seitdem ist Ruhe im Revier.