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Die Offenlage für das 3. und 4. Gleis der Bahn für den Bauabschnitt
8.3 läuft in den Rathäusern. Die Möglichkeit der Einsichtnahme
wird dort von vielen betroffenen Bürgern wahrgenommen, so nahmen am
letzten Samstag auch viele Tunseler Bürger die Gelegenheit wahr, um
sich detailliert vom Fachmann der Gemeinde Bad Krozingen das Vorhaben der
Bahn erklären zu lassen.
Welche Auswirkungen die Bahn auch in 1000 m Entfernung auf die Menschen hat wird z. B. anhand der Lärmkarten deutlich. Durch die Trassenwahl mitten durch das freie Feld des nördlichen Markgräflerlandes wird ein Gebiet mit Lärm belastet, das bis heute als eine der wenigen ruhigen Zonen in diesem Naherholungsgebiet und für den Fremdenverkehr wichtigen Landschaft ist. Auf Unverständnis stoßen die Berechnungen zur Lärmbelastung der Bahn. Aus einem Vorbeifahrpegel mit 72 dB wird ein Mittelungspegel mit 54 dB und daraus schließlich nach Abzug des Bahnbonus der Bahnlärmpegel mit 49 dB. „Es ist doch ein Unterschied ob ich den Lärm wie Ihn ein vorbeifahrendes Auto bei geöffnetem Fenster verursacht vor meinem Schlafzimmer die ganze Nacht ununterbrochen aushalten muss, oder nur ein dauerndes gebrumme“ so ein Teilnehmer.
Mit der geplanten Bahntrasse wird durch die große Zahl an Güterzügen der durchschnittliche Lärmpegel erheblich steigen. Insbesondere wird der für die Erholung so wichtige Nachtschlaf durch die Dauerbeschallung nachhaltig gestört. Man weiß heute, dass Lärm die Gesundheit schädigt. Neben dem durch Lärm gestörten Nachtschlaf sinkt auch der Erholungswert der Landschaft. Erholsame abendliche Spaziergänge oder sportliche Betätigungen werden ebenfalls durch den Zuglärm gestört und verlieren an Reiz und vor allem an Wirkung. Hauseigentümer befürchte einen Wertverlust der Immobilie. „Mein Haus habe ich als Altersvorsorge geplant, dieses sehe ich aber nun gefährdet“.
Die Diskussionen über Feinstaubbelastungen und deren Beeinflussung auf die Gesundheit ist in aller Munde und spielt auch im Schienenverkehr eine wichtige Rolle. Durch das hohe Aufkommen an Zügen auf der Neubaustrecke ist, bedingt durch den Abrieb von Bremsen, Schienen und Radlaufflächen, ein deutlicher Anstieg an Feinstäuben und damit eine Beeinträchtigung der Gesundheit zu erwarten. Sonderkulturbetriebe erwarten Beeinträchtigungen ihrer Kulturen und eine Reduzierung der Erlöse.
Unser „Ländle“ ist als Erholungsgebiet weit bekannt. Gerade zur Spargelzeit oder im Herbst sind viele Touristen in unserer Gegend und erfreuen sich der Landschaft und der kulinarischen Spezialitäten. hier wird von einer Verschandelung der Landschaft gesprochen und durch den dauerhaften Lärm werden Touristen wegbleiben. Durch den Verlust des Erholungswertes unserer Gegend werden sich viele Stammgäste unserer Hotel- und Gastbetriebe anders orientieren und neue Domizile suchen, wird befürchtet.
Die Erholungslandschaft, der Schutz des FFH Gebietes Markgräfler Rheinebene und die Ackerflächen sind nur durch eine Tieflage der Bahntrasse zu erreichen.
Die bessere Alternative wird in der von der Bürgerinitiative MUT vorgeschlagenen Tunnellösung, oder der KuK Variante gesehen. Der Schaden für die Bürger sehen viele nur dann abgewendet wenn die Bahnplanungen aufgehalten werden und durch die oben genannten ersetzt werden. „Die Deutsche Bahn AG wird durch die Schienen-Maut mit der neuen Trasse gutes Geld verdienen, so dass die Mehrkosten für eine Mensch- und Umweltschonende Bahntrasse bald eingespielt ist“