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Kur- und Schlosspark Badenweiler

Liebe auf der ersten Blick

KurparkDer Verein „Freunde zur Pflege des Kur- und Schlossparkes“ hat sich der Pflege, Unterhaltung und Erweiterung der biologischen Vielfalt dieser beiden Anlagen verschrieben. Darüber hinaus will er die Pflanzensammlungen in beiden Parks kultivieren und auszubauen, Informationsveranstaltungen durchführen, um das Interesse am Erhalt dieser beiden Parkanlagen zu wecken, Fachveranstaltungen durchführen sowie, nahe liegend, Geld- und Sachspenden für den Ausbau und Unterhalt der Kur- und Schlosspark-Anlagen zu vermitteln. Knapp über 100 Mitglieder zählt er bereits, obwohl er noch nicht lange besteht. Harald Schwanz, der Leiter der Kurgärtnerei, ist sein 1. Vorsitzender. Seine beiden Stellvertreter sind Margot Engler (Schweighof) und Eugen Reinwald, technischer Leiter bei der Badenweiler Thermen und Touristik /BTT).

Die Idee dazu hatte Harald Schwanz. Oder besser gesagt: sie überfiel ihn geradezu. Angefangen hat alles 1992, als er den Kurpark erstmalig ausführlich in Augenschein nahm. „Ich habe mich in den Park verliebt “, sagt er, und korrigiert sich, nein, geradezu verknallt habe er sich. Wenn er dies erzählt, ist die Leidenschaft dieser Liebe auf den ersten Blick noch zu erahnen. Aus der anfänglichen Verknalltheit ist im Laufe der Jahre eine stabile Liebesbeziehung geworden.

Wenn Harald Schwanz von den Parkanlagen des Kurortes spricht, gerät er ins Schwärmen. Sie gehören zu den artenreichsten Parks in ganz Deutschland, sagt er, und dass in ihnen die Sammelleidenschaft mehrerer Generation von Botanik-Liebhabern ihren Niederschlag gefunden habe. Etwa 250 Jahre sind seit der Einrichtung des ersten Kurparks, angelegt im englischen Stil mit Exoten, vergangen. Zwei Kriege haben sie überstanden, auch die Zwischen-Kriegszeit, in der die beiden Parks teilweise ihrem Wildwuchs überlassen blieben. Aus den Parks, die früher von den Reichen für die Reichen finanziert worden waren, sind längst für jedermann frei zugängliche botanische Inseln geworden. An deren Pflege und Weiterentwicklung eine staatliche Anzahl an Generationen mitgewirkt hat. Der Chef der Kurgärtnerei: „Man sieht es diesen Parks an, dass viel Arbeit und Liebe in sie rein gesteckt worden sind.“

In den beiden Parks sind Pflanzen aus allen fünf Kontinenten versammelt, die nur eine Gemeinsamkeit mitbringen: sie sind winterhart. Es gibt in ihnen eine Kastanien-, eine Zedern- und eine Eichen-Sammlung. Die botanische Attraktion stellen, unangefochten seit Jahrzehnten, jedoch die Mammutbäume da, deren älteste auf stattliche 160 Jahre kommen. Die erhalten übrigens demnächst Zuwachs. Ein Säulen- und ein Kugel-Mammutbaum warten bei der Kurgärtnerei darauf, eingepflanzt zu werden Ergänzt werden die beiden Parks durch den Hildegard-Garten, der heilsame Kräuter nach Vorgaben der Hildegard von Bingen versammelt, und den kürzlich erst eingeweihten Gutedel-Garten.

Damit diese botanische Einzigartigkeit erhalten und erweitert werden kann, dazu bedarf es in Zeiten knapper Gelder auch des Engagements von Bürgerinnen und Bürger. Und dies nicht nur in finanzieller Hinsicht. Die Aufgaben, die sich die „ Freunde zur Pflege des Kur- und Schlossparkes Badenweiler e. V. “ vorgenommen haben, gehen darüber weit hinaus. Harald Schwanz: „Der Park soll eine Lobby erhalten von Menschen, die sich stark machen für ihren Park für ihn eintreten“.

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