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Zu Weihnachten ziehen sie wieder hinaus in die Seniorenheime: die Pfadfinder.
Nehmen die Gitarre, singen Lieder, lernen Gedichte, lassen die Playstation
links liegen. Und haben auch noch Zulauf. Warum bloß? Freitagabend
17:00 Uhr. In der Kälte stehen einige Pfadfinder und Pfadfinderinnen
in Schliengen vor dem Bürgerhaus und warten sehnsüchtig auf Ihre
Leiter. Es ist sehr kalt an diesem Tag, trotzdem tauschten die Kinder den
Platz im warmen Zimmer, zogen sich Ihre Kluft über und waren bereit
für einen sozialen Einsatz im Pflegeheim Schloss Rheinweiler. Verladen
in zwei VW-Busse machte sich die Gruppe nun auf den Weg. Im Pflegeheim
angekommen legten die „Rangers“ Ihre Jacken ab und nahmen die
Liederblätter zur Hand. Schon ertönte der erste Gitarrenschlag
und mit Weihnachtsliedern auf den Lippen zogen die Kinder durch das Pflegeheim.
In jedem Stockwerk trafen die Sänger auf kleine Gruppen von
älteren Mitmenschen, welche schon erfreut die Pfadfinder erwarteten. Auch
ein passendes Weihnachtsgedicht wurde vorgetragen. Besonders glücklich
waren einige Heimbewohner, als Sie beim Lied „Oh du Fröhliche“ mitsingen
konnten.
Bei den Pfadfinderinnen und Pfadfindern gehört es u.A. zur Aufgabe, anderen Menschen zu dienen. Dieser - wenn auch nur kurze- Einsatz - verhalf den Jugendlichen, wertvolle Erfahrung im Bereich mit alten Menschen zu sammeln. Einen Dienst zu tun, ohne dass es gleich „etwas einbringt“ ist heutzutage für viele Kinder und Jugendliche leider nicht mehr selbstverständlich. Um so mehr freuen sich die Leiter der Pfadfinder über das immer wieder große Interesse an der Teilnahme bei diesem Einsatz.
Wir als Pfadfinder bedanken uns nochmals für den liebevollen Empfang sowie für die Freude, welchen wir den Menschen bereiten durften.
Das Hauptmotiv der jungen Interessenten? Da ist sich die Pfadfinderszene einig: Es ist die Sehnsucht nach Gemeinschaft und nach Idealen. Gerade die Einzel- und Scheidungskinder-Generation wünscht sich Geborgenheit, eine stabile Rangordnung und verlässliche Regeln. Die Pfadfinder bieten, was ansonsten rar ist: einen Gesamtentwurf fürs Leben. Und das ganz ohne Selbstironie und modische Halbdistanz. Für die meisten von uns ist die Pfadfinderei nicht nur ein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung. Es gibt Ideale, die nicht in Frage gestellt werden: „Ein Pfadfinder definiert sich als Freund aller Menschen und Tiere. Er achtet Gottes Wort, schützt die Umwelt, und er übernimmt Verantwortung für sich und andere“.
Die über 80 „Royal Rangers“ des Stammes 331 treffen sich in regelmäßig in Schliengen und Steinenstadt. Für Mädchen und Jungs von 4 bis 18 Jahren steht diese Arbeit in unterschiedlichen, altersgetrennten Gruppen zur Verfügung. Die Pfadfinder verfügen über eine gut ausgebildete Leiterschaft mit christlichen Grundwerten. Weitere Informationen bei Claus Kraft, Stammleiter, Tel. 07635 824806 oder unter www.rr331.d