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Die Bürgerinitiative Mensch- und umweltschonende Bahntrasse (MUT e.V.) sieht sich nach dem Hearing der Regionalverbände Südlicher und Mittlerer Oberrhein zum Ausbau der Rheintalstrecke in ihrer Position bestärkt. Dies war der einhellige Tenor bei der Nachbetrachtung der Veranstaltung anlässlich der monatlichen Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag in Bad Krozingen „Die Aussagen der Experten haben eindeutig bestätigt, dass eine Novellierung der Lärmschutzgesetzgebung dringend notwendig ist“, zog Roland Diehl, Vorsitzender der MUT, Bilanz.
So unterstützt die MUT die Einschätzung des Stuttgarter Verkehrswissenschaftlers Professor Martin, dass in der Sanierung der Güterzüge („rollendes Material“) insbesondere mit modernen Bremssystemen ein entscheidender Schlüssel zu besserem Lärmschutz und damit höherer Akzeptanz bei der betroffenen Bevölkerung. Bestätigt sieht sich die MUT auch durch den Freiburger Rechtswissenschaftler Professor Sparwasser, der den Schienenbonus aufgrund neuer Erkenntnisse der Lärmwirkungsforschung in der jetzigen Form für nicht mehr akzeptabel hält.
Zusammen mit der Interessengemeinschaft Bahnprotest an Ober- und Hochrhein (IG BOHR) begrüßt die Bürgerinitiative MUT daher die Botschaft der gesamten Region nach einer Novellierung der Lärmschutzgesetzgebung, sowie die Verpflichtung der Bahn, das rollende Material zu sanieren. MUT plädiert für eine zügige Umsetzung dieser Verpflichtung, damit die Folgen nicht erst in Jahrzehnten greifen. „Wenn der Schienenbonus fällt, dann haben wir die unmittelbare und kurzfristige Lösung für das Sonderproblem der ungebündelten Bahntrasse im Südlichen Breisgau und im Nördlichen Markgräflerland, nämlich die Bürgermeistertrasse (KuK-Variante), die nicht nur das Lärmproblem, sondern auch die Probleme der Verunstaltung einer Erholungslandschaft und des massiven Ackerflächenverlustes löst“, so MUT-Sprecher Roland Diehl.
Um der Botschaft in der Politik den nötigen Nachdruck zu verschaffen, wird die MUT in den kommenden Wochen ähnlich wie die anderen in der IG BOHR organisierten Bürgerinitiativen bei ihren Mitgliedern zu Unterstützung der Forderung nach einer Änderung der Lärmschutzgesetzgebung Unterschriften sammeln. Schwerpunkt der Arbeit in den kommenden Wochen wird die wohl anstehende Offenlegung der Ausbaupläne für den Planabschnitt 8.3 zwischen Heitersheim und Mengen nach den Weihnachtsferien sein. Hier wird die MUT wie schon im Abschnitt 9.0 (Buggingen) ihre Mitglieder bei der Erstellung der Einsprüche unterstützen. Statt einer Jahresabschlussfeier wird es dieses Mal am 13. Januar unter dem Motto „Mit MUT ins neue Jahr“ eine Jahresauftaktveranstaltung geben.