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Leserbrief von Clara Heckmann (SPD-Ortsvereinsvorsitzende)
Siehe auch Leserbrief "Machenschaften der CDU" von Jürgen Wieland
Siehe auch Gegenmeinungen "Dr. Ekkehart Meroth bleibt" von Ingeborg Lorenz und "Undemokratische Äußerungen" von Fabian Stiefvater
„Mit Erstaunen und Befremden haben wir die Reaktion der CDU und
ihres Bürgermeisters Dr. Meroth auf das Wahlergebnis der Bürgermeisterwahl
zur Kenntnis genommen“, erklärt die SPD Ortsvereinsvorsitzende
Clara Heckmann.
„Dr. Meroth hat die Wahl gewonnen, und ich habe ihm am Wahlabend persönlich zu seiner Wiederwahl gratuliert“ führte Heckmann weiter aus. „Die SPD hat als Partei im Wahlkampf bewusst keine Wahlempfehlung ausgesprochen und keine Stellungnahmen abgegeben. Umso unverständlicher sind die Angriffe und Anschuldigungen gegen einzelne Mitglieder der SPD-Fraktion. Dass einzelne Mitglieder sich für den Konkurrenten Herrn Leuthe ausgesprochen haben, ist ihr gutes demokratisches Recht.“
Drohungen von CDU-Mitgliedern gegenüber einzelnen SPD- Fraktionsmitgliedern, sie „fertig machen zu wollen“, zeugen von schlechtem Demokratieverständnis und lassen darauf schließen, dass Toleranz für sie ein Fremdwort ist. Oder ist dies nur der Ausdruck dafür, dass das Ergebnis nicht als so positiv angesehen wird, wie es in manchen Kommentaren zu lesen ist?
„Wir empfinden es als ungeheuerlich, uns die Schuld an Zerstörungen von Plakaten des Bürgermeisters zuweisen wollen. Diese Unterstellung weisen wir mit allem Nachdruck zurück. Niemals sind wir auf die Idee gekommen, für die Zerstörung und den Diebstahl unserer eigenen Plakate, den politischen Gegner verantwortlich zu machen“ erklärte Heckmann mit Empörung.
„Rücktrittsforderung der Jungen Union an unseren Fraktionssprecher Jürgen Wieland können wir nur als schlechten Scherz verstehen. Der Jungen Union sei es unbenommen, das Wahlergebnis als eindeutiges Votum zu betrachten. Die Tatsache, dass sich nur 28% der Wahlberechtigten für Dr. Meroth ausgesprochen haben, bleibt dessen ungeachtet richtig: Eine einfache Rechnung - mit dem Dreisatz zu lösen“ ergänzte Heckmann.
Ungeachtet der Reaktionen auf das Wahlergebnis werde unsere Gemeinderatsfraktion weiterhin konstruktiv im Gemeinderat mitarbeiten. „Wir wünschen uns, dass das Wahlergebnis, der CDU‑Mehrheitsfraktion und dem Bürgermeister Anlass zum Nachdenken gibt, wie die Sichtweisen von Minderheiten und Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern künftig besser in Entscheidungen einbezogen werden können“ stellte Clara Heckmann fest. „Erleichtern wird es die künftige Zusammenarbeit im Gemeinderat, wenn sich die verantwortlichen CDU- Gemeinderatsmitglieder bei unseren Gemeinderatsmitgliedern für ihre Ausfälle entschuldigten.“
Clara Heckmann (SPD-Ortsvereinsvorsitzende)