| Home
| Impressum | Anzeige
aufgeben
![]()
![]()
![]()
![]()
Leserbrief von Ingeborg Lorenz. (Siehe auch Gegenmeinung "Machenschaften der CDU")
Die Arbeit im Rathaus hat wieder ihren normalen Gang genommen. Dabei hielten
wenige, aber äußerst intensive Wahlkampfwochen Bad Krozingen
in Atem. Mitte Oktober wurde der amtierende Bürgermeister, Dr. Ekkehart
Meroth, von Wolfgang Leuthe aus Bergisch-Gladbach ernst zu nehmend herausgefordert.
Leuthe, der von der Bad Krozinger SPD-Fraktion angeworben worden war, erhielt
nicht nur vom örtlichen Parteiverband, sondern auch von der Wahlkampfagentur
Geissler aus Wiesloch, die für die SPD-Politikerin Ute Vogt arbeitet,
professionelle Unterstützung. Der Bruder Erwin Leuthe kandidiert für
das Bürgermeisteramt in Schriesheim (Baden).
55 Prozent der 6.083 wahlaktiven Bürger im Kernort und den Ortsteilen von Bad Krozingen haben dem Amtsinhaber ihr Vertrauen ausgesprochen (12.242 sind wahlberechtigt). Die Wählerschaft honorierte damit seine Erfolge in den vergangenen acht Jahren wie die Rettung von Arbeitsplätzen in der Theresien- und den Mediankliniken, aber auch den Bau des Kreisgymnasiums und der Großsporthalle, die Sanierung und Erweiterung der Parksiedlung, die B3-Ortsumfahrung sowie das Bemühen, neben dem Kur- und Rehabereich dem Gewerbe in Bad Krozingen mehr und anhaltend Atem Stand zu verleihen (Ansiedlung der Spedition Schenker in Biengen, Minimal-Umbau im Ortskern etc.).
Dass dem Sieger Meroth eine weit größere Mehrheit der Wählerstimmen zusteht, ist außer Frage; die Gründe liegen in der gleichen Wahldynamik der vorangegangenen Bundestagswahlen: es gibt entschlossene Gegenpartei-Anhänger oder solche, die meinen „es müsste in Bad Krozingen einiges geändert werden“, es gibt unentschlossene Wähler, die sich zum Nicht-Wählen entscheiden, es gibt entschlossene Wähler, die sich zufrieden zurücklehen und auch nicht wählen, da „der alte und gewollte Bürgermeister es ja sowieso wird“, es gibt Protestwähler, es gibt Wähler, die Herrn Tereba unwissend über seine Kandidatur für das Guiness-Buch der Rekorde ihre wertvolle Stimme opfern und es gibt solche Wähler, die durch die Art des von Herrn Leuthe sehr persönlich geführten Wahlkampfes gegen die objektiven Argumente für den Amtsinhaber umgestimmt werden konnten. Nicht umsonst hat der Herausforderer viele Bad Krozinger Haushalte besucht oder bei Wind und Wetter die Menschen auf der Straße angesprochen. Herr Dr. Meroth hingegen musste sich rar machen, schließlich musste im Rathaus „weitergeschafft“ werden. Letztendlich gibt eine Wahl dem einen oder anderen auf emotionaler Ebene endlich mal die Möglichkeit, „es denen zu zeigen“.
Wolfgang Leuthe gab sich zur Wahlparty herzlich; spätestens jetzt konnte man den tapferen Verlierer direkt fragen, ob er wirklich geglaubt habe, gewinnen zu können. Würde er nicht bejahen, hätte er den Wahlkampf nicht in seiner für ihn und seine Anhänger glaubwürdigen Weise führen können. Es gebührt sich, ihm Respekt auf den Rückweg mit zu geben.
Dr. Ekkehart Meroth zollte in seiner Rede nach der Ergebnisbekanntgabe nicht nur den Bürgermeisterkollegen, seiner Familie und anderen, die ihn im Wahlkampf unterstützt haben Dank, sondern vor allem seinen Freunden und denen, die sich als Freunde erwiesen.
Er wird seinen steinigen Kurs der Konsolidierung zum Wohle und dem Erhalt der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Bad Krozingen aufrecht erhalten; Projekte wie die Sanierung des Kindergartens in Biengen, der Halle in Hausen und der Realschule in Bad Krozingen etc. bleiben zugesagt. Und eine Woche sonnigen Urlaub will er sich mit seiner Familie auch mal gönnen.
Für den Artikel: Ingeborg Lorenz
Pressesprecherin des CDU-Stadtverbandes Bad Krozingen, den 29.11.05