Kultur Akkordeon von Klassik bis Modern

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Gelungener „Abend der Akkordeonmusik” in Bad Krozingen

Akkordeon von Klassik bis Modern

Keine Frage des Alters: Jung und Alt begeisterten das Publikum

akkordeomBad Krozingen (Ri). Beim kürzlichen traditionellen Jahreskonzert des Akkordeonclub Bad Krozingen im vollbesetzten Kurhaus boten alle Aktiven - von den jüngsten Azubis bis zur Handharmonikagruppe - ein äußerst abwechslungs- reiches Programm, das die ganze Vielfalt des Akkordeons präsentierte.

Den Anfang machten die Akkordeon-Azubis des Handharmonika- und Akkordeonclub (HAC) Bad Krozingen gemeinsam mit dem Jugendorchester, erstmals unter der Leitung von Jörg Müller. Teilweise reichten die Füße der Jüngsten noch nicht ganz auf den Boden, doch mit vollem Einsatz und Begeisterung präsentierten sie eine kleine Ouvertüre sowie den Pokeman-Swing, bei dem vor allem die Cluster großen Spaß bereiteten. Seit Anfang April zeichnet Jörg Müller auch für das Jugendorchester verantwortlich und leistete in dieser kurzen Zeit sehr gute Arbeit; die Spieler waren aufmerksam und präsentierten gut aufeinander abgestimmt unter anderem die dreisätzige Suite „Minirocks”. Ohne Zugabe kamen sie nicht von der Bühne.

Beim Akkordeonclub Bad Krozingen wird die kontinuierliche Jugendarbeit groß geschrieben. Das zeigte auch der Auftritt des neuformierten Jugendensembles, das aus vier älteren Spielerinnen des Jugendorchesters und ihrem Dirigenten Jörg Müller besteht. Mit dem „Kleinen Durcheinander”, einer der Fuge nachempfundenen Originalkomposition von Alexander Jekic, bewiesen sie, welch gut eingespieltes Team sie bereits sind. Erfrischend und schwungvoll bot zwischendurch der 14-jährige Solist Matthias Hafner ein Rondino im Stile Mozarts.

Nicht von ungefähr besteht der Vereinsname aus Handharmonika und Akkordeon, wie Ilse Bußmann, die wiederum in der ihr eigenen charmanten Art gekonnt durch das abwechslungsreiche Programm führte, erläuterte. Denn „Die jungen Alten”, eine Diatoniker-Gruppe mit Helga Baumgartner, Anneliese Gebhardt-Kreuzburg und Maria Lebtig, unterstützt von Rudi Zeller am Kontrabass, brachten auf den immer seltener gespielten Handharmonikas drei typisch volkstümliche Werke zu Gehör.

Bestens aufgelegt zeigte sich danach das Zweite Orchester mit seiner Dirigentin Birgit Sablowski mit drei traditionellen ukrainischen Liedern, arrangiert von Hotze Jelsma. Bei einem Potpourri aus Frank Sinatras größten Hits wie beispielsweise „Strangers in the Night”, „New York” oder „My Way” wippten teilweise die Füße der Zuhörer im Takt mit. Einen rundum gelungenen Abschluss bildete Paul Ryans „Eloise”, so dass das Zweite Orchester nicht ohne Zugabe von der Bühne kam, was mit einem schmissigen Tango auch gerne erfüllt wurde.

Ein kontrastreiches Programm bot zum Abschluss das Erste Orchester, nunmehr seit 13 Jahren unter der Leitung von Birgit Sablowski, mit der Filmmusik zu den „Glorreichen Sieben” und einer Ouvertüre über zwei finnische Themen. Nach zwei Sätzen aus der Akkordeonsuite von Rudolf Bruci, einem gefühlvollen Choral und einem temperamentvollen Tanz, bei dem viel Fingerfertigkeit gefragt war, folgte mit Paul Desmonds „Take five” ein weiterer Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt des Konzerts. Begleitet von Thilo de Gregorio am Flügel wurde Schlagzeuger Stefan Geisselbrecht von drei Akkordeonspielern an der Percussion verstärkt, was in einem wilden Salsa-Mambo endete.

Die Vorsitzenden Michael Wacker und Claudia Geisselbrecht freuten sich über einen rundum gelungenen „Abend der Akkordeonmusik”, den auch Bürgermeister Ekkehart Meroth sowie der Bezirksdirigent Michael Huck aufmerksam und begeistert verfolgten.

www.hac-bad-krozingen.de

 

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