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Die Krippe gehört zum Weihnachtsfest wie das Christkind und der geschmückte
Tannenbaum. Ihren Ursprung hat sie im Versuch der Gläubigen, die Geburt
Christi für die menschlichen Sinne erfahrbar zu machen. Das Krippenschauen
hat als Brauchtum auch im deutschsprachigen Süden eine lange Tradition
und die Weihnachtskrippen erfreuen sich derzeit wieder zunehmender Beliebtheit.
Kirchenkrippen und Krippenausstellungen sind in der Weihnachtszeit viel
besuchte Orte.
Für einen Krippenweg in den Schaufenstern der Staufener Geschäfte konnte der Gewerbeverein mit Benno Dierenbach aus Pfaffenweiler einen passionierten Krippenbauer dafür gewinnen, 30 seiner selbst entworfenen und gebauten Krippen zur Verfügung zu stellen.
Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt der unterschiedlichen europäischen Krippentraditionen. Neben den Klassikern wie Ruinenkrippen und Stallkrippen aus dem alpenländischen Raum sind auch sizilianische Krippen mit einem hohen Figurenreichtum oder eine provencialische Krippe, in der die Heilige Familie inmitten des bunten Treibens auf einem Marktplatz dargestellt wird, zu sehen. Eine orientalische Ruinenkrippe wird komplettiert durch eine selbstgemalte Hintergrundlandschaft. Eine Krippe zeigt die Nachbildung eines Bauernhauses im Münstertal, den Daislihof (der letzte Hof vor der Almgaststätte Kälbelescheuer) im Ortsteil Münsterhalde, wie er bis vor wenigen Jahren dort zu sehen war. Weiterhin sind eine Schneekrippe, eine Kastenkrippe und eine Rebwurzelkrippe zu bewundern.
Wer im Advent nach Staufen kommt, den empfängt eine festlich geschmückte Stadt. Der Glanz unzähliger Lichter fällt mal auf sattes Tannengrün, mal auf glitzernden Schnee, immer aber auf den Baumschmuck, den die Kinder der Schulen und Kindergärten gebastelt haben. Wenn sich nun am Abend die Dunkelheit jeden Tag ein wenig früher über die Stadt legt, strahlen Schmuck und Lichter um so heller und verzaubern Straßen und Gassen in vorweihnachtliche Stimmung.
Am 3. Dezember findet dort der Altstaufener Weihnachtsmarkt statt. Mit nahezu 100 Ständen des Einzelhandels, der Gastronomie und karitativer Einrichtungen säumt ein vielfältiges Angebot von Geschenkideen und Spezereien die Straßen der Fauststadt. An diesem Tag kann man hier auch das Altstaufener Weihnachtsgeld, das ab Anfang November von den hiesigen Geschäften als besondere Aufmerksamkeit in Umlauf gebracht wird, überall als Zahlungsmittel einsetzen - was dem Bummel über den, wie viele sagen, schönsten Weihnachtsmarkt der Region besonderen Reiz verleiht.
Auf den Straßen und Plätzen der Altstadt und im Hof des Stubenhauses werden im Verlauf des Tages ein gutes Dutzend Chöre und Musikgruppen zu sehen und zu hören sein. Unter ihnen sind der Kammerchor Staufen, die Stadtmusiken Staufen und Grunern, der Liederkranz Staufen, der Frauenchor Voices InTakt, die ukrainische Folkgruppe Veseli Halychany, das Academia-Bläser-Quintett aus Kiew und die Staufener Bläsergruppe, die den musikalischen Reigen um 9:30 Uhr mit einem Turmkonzert von der St. Martinskirche aus eröffnet