| Home
| Impressum | Anzeige
aufgeben
![]()
![]()
![]()
![]()
Müllheim. Zu Hause Leben bis ins hohe Alter ist ein Wunsch vieler älterer Menschen. Gleichzeitig leben sie jedoch mit höheren Gesundheitsrisiken und oft auch mit gesundheitlich oder altersbedingten Einschränkungen. Dem Wunsch möglichst lange im häuslichen Umfeld Leben zu können, möchte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Kreisverband Müllheim gerecht werden. Anfang September hat der DRK-Kreisverband mit der Umsetzung des Modellprojektes „Gemeinsam für mehr Menschlichkeit” begonnen, um sich für die mit dem demographischen Wandel verbundenen gesamtgesellschaftlichen Veränderungen fit zu machen. Das Projekt ist für drei Jahre angelegt und soll unter dem Motto „Pflege und Hilfe aus einer Hand” alten Menschen ein selbst bestimmtes Altern in Würde und Geborgenheit im gewohnten häuslichen Umfeld ermöglichen.
Durch das aus Mitteln der Lotterie „GlücksSpirale“ mitfinanzierte Projekt sollen die bestehenden Angebote für Senioren ausbaut und weiter entwickelt, neue Angebote geschaffen und all diese Angebote im Interesse der älteren Generation sinnvoll untereinander vernetzt werden. Ein deutlicher Schwerpunkt zur Schaffung von neuen Angeboten legt das DRK dabei auf dem ehrenamtlichen Bereich. „Um zu erreichen, dass Begriffe wie Menschlichkeit, Menschenwürde und Alter auch in Zukunft vereinbar bleiben, werden Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in der Altenarbeit in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Durch freiwilliges Engagement können ‚nah am Menschen’ und direkt vor Ort in den DRK-Ortsvereinen viele neue Angebote wie Lesetreffs, Spiel- und Altennachmittage oder Mittagstische geschaffen werden, die einen großen Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität von alten Menschen leisten“, verdeutlicht Kreisgeschäftsleiter Gerhard Langendorf. Freiwillige, die sich im Arbeitsfeld der Altenhilfe engagieren und im Rahmen einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung alten Menschen Gutes tun möchten, sind deshalb beim DRK-Kreisverband herzlich willkommen. „Wir bieten für Menschen, die sich bei uns engagieren möchten auch die Möglichkeit, dass eigene Ideen für Projekte, die die Lebensqualität von alten Menschen verbessern mit Unterstützung des Kreisverbandes realisiert werden können“, erläutert Langendorf.
Der DRK-Kreisverband möchte zunächst mit den zwei Freiwilligen-Projekten „SeniorMobil“ und „Besuchsdienst“ selbst aktiv werden und dafür Ehrenamtliche als „Zeitspender“ gewinnen. Nach und nach sollen direkt vor Ort in den DRK-Ortsvereinen Kleinprojekte mit Ehrenamtlichen realisiert werden. Diesbezüglich haben kürzlich haupt- und ehrenamtliche Leitungskräfte aus dem DRK-Kreisverband in einer Zukunftswerkstatt Projektideen entwickelt. Diese werden in der Realisierungsphase der Öffentlichkeit im Einzelnen vorgestellt. Ein freiwilliges Engagement in der DRK-Seniorenarbeit ist auch im Rahmen des Projektes „Generationsübergreifendende Freiwilligendienste“ möglich. Träger dieses Modellprojektes des Bundesfamilienministeriums ist der Landesverband Badisches Rotes Kreuz. Ein Vorteil der „Generationsübergreifenden Freiwilligendienste“ ist, dass es ein vorher festgelegtes Stundenpensum und eine angemessene Aufwandsentschädigung für den Freiwilligeneinsatz gibt. Der Freiwillige wird zusätzlich durch den Landesverband betreut und erhält die Möglichkeit an Bildungstagen des Landesverbandes teilzunehmen. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.help-drk-baden.de.
Weiterer wesentlicher Punkt des Projektes „Gemeinsam für mehr Menschlichkeit“ wird in Anbetracht des demographischen Wandels und den damit verbundenen gesamtgesellschaftlichen Veränderungen die Ermöglichung eines Dialogs zwischen den Generationen sein. So soll das bereits existierende Projekt „Jung trifft Alt“ zwischen Jugendrotkreuz und offener Altenarbeit im Kreisverband weiter ausgebaut werden. Unter dem Motto „Alt für Jung“ soll mit Projekten ehrenamtliches Engagement von „jungen“ Senioren zwischen 60 und 75 Jahren ermöglicht und damit deutlich gemacht werden, dass die ältere Generation der Gesellschaft nicht nur zur Last fällt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl leisten kann.
Zusätzlich ist mit dem Projekt „Gemeinsam für mehr Menschlichkeit“ ein Ausbau und eine Neustrukturierung der Mobilen Sozialen Dienste im Raum Müllheim verbunden. Alte Menschen, denen „das bisschen Haushalt” zu viel wird, erhalten nach Wunsch Unterstützung durch die DRK-SeniorenAssistenten/innen. Die SeniorenAssistenten/innen übernehmen Einkäufe, helfen Sie bei der Sauberhaltung der Wohnung und unterstützen bei der Zubereitung von Mahlzeiten. Kurzum: Sie helfen alten Menschen bei der Haushaltsführung. Senioren, die nicht nur hauswirtschaftlich versorgt werden möchten, sondern auch den Wunsch haben, dass der DRK-Mitarbeiter Zeit für Spaziergänge, Gespräche und intensivere Betreuung mitbringt, steht das Angebot „Mobile Soziale Dienste – intensiv“ zur Verfügung. Das Intensiv-Angebot ist auch speziell zur Entlastung von pflegenden Angehörigen gedacht. Es besteht die Möglichkeit, dass die Mitarbeiter/innen jeweils halbtags zur Entlastung der Angehörigen im Einsatz sind. Die Senioren werden in der Regel von dem selben Mitarbeiter versorgt und betreut. Weiterhin wird mit dem DRK-Mobil der Rollstuhlfahrdienst ausgebaut und auch in den Abendstunden und am Wochenende angeboten. Durch die Stärkung der Mobilen sozialen Dienste werden die bisherigen Angebote für Senioren, wie die Demenz-Betreungsgruppe, DRK-HausNotruf, Krankentransport und Pflegedienst sinnvoll ergänzt. Als kundige Lotsen im breiten Spektrum der Hilfsangebote des DRK stehen neuerdings SeniorenBerater des DRK-Kreisverbandes zur Verfügung.
Wer sich freiwillig in der Seniorenarbeit des DRK-Kreisverbandes engagieren oder als alter Mensch die Hilfsangebote des DRK in Anspruch nehmen möchte, erhält weitere Informationen über die DRK-Servicezentrale Tel. 07631/1805-0