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Bei den früheren Sorten, wie Müller-Thurgau und Regent, ist
die Lese inzwischen weitgehend abgeschlossen. Erzeuger aus der Markgrafschaft
wie aus der Ortenau melden bei Müller-Thurgau viele Weine im Kabinett
Bereich bei eher verhaltener Menge. Frank Männle, der als Qualitätsmanager
der Winzergenossenschaften Oberkirch und Waldulm ca. 500 Hektar Reben betreut
und die Winzer berät: „Der Müller-Thurgau zeigt bereits
schöne fruchtige Jungweine mit reifer Fruchtsäure, die bei den
nicht zu hohen Temperaturen zum Glück bis zur Lese erhalten blieb.“ Auch
bei Regent, eine mehr im Markgräflerland beheimatete milde Rotweinsorte,
ist die Lese abgeschlossen. Martin Zotz, vom Weingut Julius Zotz in Heitersheim
lobt die gute Qualität und hohe Farbausbeute.
Beim Grauburgunder hat die Lese begonnen. Alfred Männle, vom Durbacher Weingut Andreas Männle: „Die Mostgewichte liegen mit 90 bis 95° Oechsle im Kabinett- bis Spätlese-Bereich und lassen sehr fruchtige Weine erwarten.“ Auch die Gutedel-Lese, jene für die Markgrafschaft typische Sorte, ist inzwischen im Gang. Kellermeister Andreas Philipp, Winzergenossenschaft Auggen, freut sich über die ersten eher leichteren aber sehr aromatischen Gutedel: „Weine, wie sie der Markt verlangt.“ Beim Spätburgunder haben die Vorlesen begonnen. Die Winzer würden ihn gerne noch ein wenig nachreifen lassen und hoffen auf entsprechendes Wetter. Mit schon 90° Oechsle hegt Marco Ritzenthaler, erster Kellermeister im Weinkeller Ehrenkirchen, beim Spätburgunder sehr hohe Erwartungen. Auf Grund des nicht zu warmen Sommers sieht er den Riesling als absoluten Gewinner dieses Jahrgang.
Dieter Simon