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Stuttgart: Heißes Wasser – gerade bei kalten Temperaturen ein Genuss! Wer sich den erhalten will, sollte bei den hohen Brennstoffpreisen ein paar Grundregeln beachten.
„Gerade in einem Mehrpersonen Haushalt schlägt die Erwärmung des Brauchwassers bei den derzeitigen Brennstoffpreisen gut zu Buche“, kommentiert der Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg. Duschzeitbegrenzungen oder nur ein kaltes, schnelles Abduschen sind nicht immer ideale Lösungen, um den Verbrauch zu senken. Zwischen 12 und 20 Prozent des Brennstoffes im Altbau werden zur Herstellung des „heißen Nass“ aufgesetzt. Im Neubau gehen bis zu 40 Prozent des Brennstoffes in die Erwärmung des Wassers, da der Bedarf zum Heizen durch die heutige Bauweise deutlich gesenkt wurde. „Die Zahlen sind sehr unterschiedlich, je nach Größe des Warmwasserspeichers, dem Alter der Heizung und dem Verbrauch.“
Langfristig lassen sich die Brennstoffkosten mit folgenden Tipps senken:
• Thermostatarmaturen verhindern langes Einstellen der richtigen Temperatur: Vielfach verschwinden zig Liter Wasser ungenutzt im Abfluss bevor die „Wohlfühltemperatur“ erreicht ist.
• Achten Sie auf den Temperaturhebel der Armatur: Bei Einhebelmischern ist häufig „dauer warm“ eingestellt. Wirklich warmes Wasser benötigt man nicht bei jedem Händewaschen.
• Kontrollieren Sie die Wärmedämmung der Warmwasserleitungen: In Altbauten sind die Wasserleitungen früher überhaupt nicht oder nur schlecht isoliert worden.
• Reduzieren Sie die Intervalle der Zirkulationspumpe: Heißes Wasser wird in der Regel nur zu „Stoßzeiten“ – also zum Waschen, Duschen und Kochen – benötigt.
• Nutzen Sie die kostenlose Energie der Sonne: Durch Sonnenkollektoren kann 40 bis 60 Prozent des jährlichen Brauchwasserbedarfs erwärmt werden. Der Einbau der thermischen Kollektoren wird durch den Bund mit 105 Euro pro Quadratmeter gefördert.
• Kurze Wege und eine zentrale Anordnung der Wasserversorgung: Je weiter warmes Wasser durch die Leitungen transportiert werden muss, desto größer ist zwangsläufig der Wärmeverlust.
• Passen Sie den Brauchwasserspeicher dem Bedarf an: Ältere Anlagen sind häufig überdimensioniert, dass heißt es wird wesentlich mehr warmes Wasser vorgehalten als benötigt wird.
Grundsätzlich empfiehlt der Fachverband einen Fachbetrieb – zu erkennen am blau, rot, gelben Eckring – zu Rate zu ziehen. „Planung und Ausführung sollten auf jedem Fall in der Hand des Fachmannes liegen, da jedes Heizsystem individuell dem Nutzungsverhalten der Bewohner angepasst werden muss.“