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Seit einigen Wochen helfe ich meiner Tochter beim Verteilen des Markgräfler Bürgerblattes in Petit Landau. Ein kleines schnuckeliges Örtchen im Elsaß, am südlichsten Zipfel unseres Erscheinungsgebietes.
Leuchtende Sommerblumen und kräftig blühende Geranien schmücken die Vorgärten der Neubaugebiete und die Fassaden der Fachwerkhäuser. Jeder grüßt mit einem freundlichen „Bonjour“ – schon oft dachte ich, schade, dass ich die Sprache nicht spreche und die Leute nicht verstehen kann.
Dank unseres Feiertags am 3. Oktober konnten wir erstmals am Wochenende verteilen und das sonst wie ausgestorbene Dörfchen, mit regem Leben kennen lernen. Ich sah und hörte, dass hier Elsässer wohnten: „... so, tragener Zittige üs?“, fragte mich ein Bauherr. Ruckzuck war ein nettes, interaktives Gespräch im Gange und als die Nachbarin an der Ecke noch wartete, um das Bürgerblatt in Empfang zu nehmen, wusste ich, dass auch hier das Bürgerblatt bekannt ist und gelesen wird!
Die Elsässer sind sehr aufgeschlossen und gerne zu einem Gespräch bereit. Eine Straße weiter erzählte man uns vom Herbsten in Britzingen. Dieses Ehepaar hilft während der Weinlese „bis Imgrabes“, doch bei den vielen Imgrabens mussten sie noch sagen, dass es beim Armin und der Barbara wäre, und schon hätten wir uns über „das Laufen“ stundenlang unterhalten können. Schön, dass wir einige unserer „Nachbarn“ kennen gelernt haben.
Wir wissen nun und freuen uns, dass viele Leser schon auf das nächste Bürgerblatt warten.
Künftig möchten wir in dieser Rubrik „Aufgespießt“ Denkwürdiges aufgreifen. Sicher hören, sehen oder erleben auch Sie, liebe Leser, Dinge aus ihrer Umgebung, aus ihrem Alltag, die nachdenklich stimmen oder zum Schmunzeln bringen. Schildern Sie uns Ihre – tatsächlich geschehene – denkwürdige Geschichte. Sie wird an dieser Stelle „aufgespießt“ und mit einem Honorar belohnt