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In seiner kürzlichen Sitzung befasste sich der Vorstand der Bürgerinitiative Pro Umfahrung Staufen „StauFrei” mit den bisherigen Aktivitäten.
Der Vorsitzende Dieter Rainer berichtete vom zwischenzeitlich erfolgten Eintrag in das Vereinsregister, wodurch man jetzt dem Vereinsnamen den Zusatz e.V. beifügen darf. Der Antrag auf Gemeinnützigkeit beim Finanzamt Freiburg ist noch nicht entschieden. Überaus erfolgreich verläuft die Werbung um weitere Mitglieder sowohl bei den Infoständen als auch durch direkte Nachfragen. Viele Besucher der beiden Informationsstände zeigten sich überrascht vom tatsächlichen Verkehrsaufkommen auf der Durchgangsstrasse, was auf Bildern deutlich zu erkennen war. Kopfschütteln bewirkten die mittels Fotomontage sehr plastisch dargestellten Vorschläge der Gegner der Umfahrung mit den Mauern vor der Haustür. Bemerkenswert und wichtig für die weitere Aufklärungsarbeit von „StauFrei” sind die Aussagen von Bürgern aus Grunern, denen offensichtlich Informationen fehlen und auch deren Aussage, dass es „eigentlich nicht viele gibt, die dagegen sind”
Bedauert wurde von mehreren Vorstandsmitgliedern, dass Zuschriften und Leserbriefe von „StauFrei”-Sympathisanten von der BZ ignoriert werden, die andere Seite jedoch mit seitenlangen, aber keine Verbesserungen bringenden Stellungnahmen veröffentlicht wird.
Positiv aufgenommen wurde die Aussage von Frau Störr-Ritter (CDU), die sich ganz klar für den Bau der Umfahrung ausgesprochen hatte. Etwas unklar dagegen der Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Kretschmann (Grüne), der sich aber zumindest nicht deutlich gegen eine Umfahrung ausgesprochen hat. Damit steht er übrigens im Einklang mit den Äußerungen seines verkehrspolitischen Sprechers im Landtag: „Wenn Menschen unter einer solchen Belastung leiden, muss die Natur halt zurückstehen, da muss man auch mal Strassen bauen, aber eben keine überdimensionierten“.
Erfreut war man auch über die Feststellung von Bürgermeister Benitz, dass es blauäugig sei zu glauben, dass die Ideen des Aktionsbündnis gegen die L123 eine nennenswerte Entlastung bringen könnten und er sich wiederum für eine, allerdings abgespeckte Version der Umfahrung aussprach.
Als weiteren Grund, sich vehement für die Umfahrung einzusetzen, wird der jüngste Beschluss des Gemeinderates angesehen, zu Planungen des Baugebietes „Rundacker II” und der Erweiterung des Gewerbegebietes „Gaisgraben”. Dies bedeutet logischerweise neue Einwohner mit weiteren Kraftfahrzeugen und mehr Anlieferverkehr der dann selbstverständlich auch die jetzigen Durchgangsstrassen benützen wird.
Für den Vorstand von „StauFrei” zeigt dies alles, dass auf der richtigen Schiene gefahren wird und offensichtlich nur die Leute die Umfahrung „bekämpfen”, die weit weg von der Durchgangsstrasse wohnen. Man wird also weiterhin auf Aufklärung bauen und vor allem auf die Vernunft der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung setzen.